Papst Leo XIV. besucht San Marino und Rimini
Papst Leo XIV. reist an diesem Samstag zunächst in den Zwergstaat San Marino und anschließend nach Rimini. Dort erwartet ihn ein Großereignis des italienischen Katholizismus.

Papst Leo XIV. reist an diesem Samstag nach Rimini, wo er beim traditionsreichen „Meeting“, dem italienischen Katholikentag, erwartet wird. Zuvor besucht er jedoch noch San Marino. In dem von Italien umschlossenen Zwergstaat trifft er die beiden „Regierenden Hauptmänner“ und Vertreter der Zivilgesellschaft. Anschließend geht es nach Rimini.
Zwischen Staatsbesuch und Pastoralreise
Der Besuch in San Marino stellt für den fünftkleinsten Staat der Welt, der vollständig von Italien umschlossen ist, eine Besonderheit dar. Zuletzt hatte Papst Benedikt XVI. das Land im Jahr 2011 besucht. Im Frühjahr war Leo XIV. bereits im zweitkleinsten Staat der Welt, Monaco, zu Gast. Nach den Treffen mit den beiden „Regierenden Hauptmännern“ kommt es in San Marino noch zu einer Begegnung mit Priestern, Ordensleuten, Seminaristen, Diakonen und engagierten Laien in der Basilika von San Marino. Offiziell gilt der Besuch des Zwergstaats als Auslandsreise.
Im Anschluss geht es für Papst Leo XIV. am Samstagnachmittag zurück auf italienischen Boden. Der frühere Generalprior des Augustinerordens besucht zunächst ein Augustinerkloster in der Nähe von San Marino. Anschließend fliegt er nach Rimini weiter. Dort steht ein Auftritt beim „Rimini-Meeting“ auf dem Programm, das seit 26 Jahren regelmäßig im Hochsommer von der katholischen Bewegung „Comunione e Liberazione“ veranstaltet wird. Auch für Rimini ist der Besuch des Papstes etwas Besonderes. Mit dem Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1982 liegt die letzte Papstvisite bereits mehr als vier Jahrzehnte zurück.
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Italienischer Katholikentag
Das „Rimini-Meeting“ gilt als eines der wichtigsten Foren des italienischen Katholizismus. In den Messehallen der Adria-Stadt treffen Kirchenvertreter, Politiker und Vertreter der Gesellschaft aufeinander. Dabei wird immer wieder neu ausgelotet, „das Verhältnis der Katholiken zu Politik und Gesellschaft Italiens“. In seiner Bedeutung lässt sich das Großereignis am ehesten mit einem deutschen Katholikentag vergleichen. Auch die Päpste haben das „Meeting“ über Jahrzehnte begleitet und regelmäßig Botschaften zum Auftakt geschickt.
In Rimini stehen für den Papst außerdem Begegnungen mit Menschen auf dem Programm, die von der örtlichen Caritas betreut werden. In der Kathedrale will er mit Bedürftigen zusammentreffen, bevor er im Hafen der Stadt eine Heilige Messe feiert. Dort dürfte Leo nicht nur auf Einheimische treffen. Auch zahlreiche Urlauber und Badegäste werden sich unter den Gläubigen befinden. Die Strände rund um Rimini ziehen in den vier Sommermonaten bei gutem Wetter normalerweise zwischen sieben und acht Millionen Menschen aus dem In- und Ausland an.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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