Vatikan

Papst Leo XIV. besucht während seines Sommerurlaubs Wallfahrtsorte in Vallepietra und Subiaco

Italien ist reich an bedeutenden Klöstern und Wallfahrtsorten. Während seines Aufenthalts in der Sommerresidenz in Castel Gandolfo nutzte Papst Leo XIV. die Gelegenheit, zwei traditionsreiche Heiligtümer im Latium zu besuchen.

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Andreas Nachbar
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Papst Leo XIV. besucht während seines Sommerurlaubs Wallfahrtsorte in Vallepietra und Subiaco
(c) Wikimedia Commons - Simone Frignani - CC BY-SA 4.0

Während seines Sommeraufenthalts in Castel Gandolfo hat Papst Leo XIV. am 22. Juli zwei bedeutende italienische Wallfahrtsorte besucht. Der Pontifex betete im Heiligtum der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Vallepietra sowie im Benediktinerkloster Sacro Speco in Subiaco und traf dort mit der Ordensgemeinschaft zusammen. Der Besuch stand im Zeichen des Gebets, der Verbundenheit zwischen der benediktinischen und augustinischen Tradition sowie des erneuten Aufrufs des Papstes zum Frieden in der Welt.

Gebet in Vallepietra

Vallepietra, ein mittelalterliches Bergdorf rund 60 Kilometer östlich von Rom, beherbergt mit dem Heiligtum der Allerheiligsten Dreifaltigkeit einen der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Region Latium. Die Entstehungszeit des Heiligtums ist nicht überliefert. Um seinen Ursprung ranken sich jedoch zwei überlieferte Legenden: Die eine erzählt von einem Bauern, der seine Ochsen kniend vor einem Fresko der Heiligen Dreifaltigkeit vorfand und daraufhin den Bau des Heiligtums veranlasste. Die andere berichtet von zwei Männern, die auf der Flucht vor der Verfolgung unter Kaiser Nero den Aposteln Petrus und Johannes begegneten, ehe ihnen ein Engel erschien und sie eine Vision der Heiligen Dreifaltigkeit empfingen.

Nach Angaben des Pressebüros des Heiligen Stuhls führte der erste Halt von Papst Leo XIV. am 22. Juli nach Vallepietra. Dort verweilte der Pontifex im Gebet vor dem berühmten Dreifaltigkeitsfresko des Heiligtums und begrüßte anschließend die versammelten Pilger und Gläubigen.

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Begegnung in Subiaco

Nach seinem Aufenthalt in Vallepietra setzte Papst Leo XIV. seine Reise zum Benediktinerkloster Sacro Speco in Subiaco fort. Dort begann der Besuch mit einem Gebet in der Höhle, in der der heilige Benedikt der Überlieferung nach als Eremit lebte. Anschließend besichtigte der Pontifex die Klosteranlage mit ihren bedeutenden Kunstwerken, darunter eine historische Darstellung des heiligen Franziskus von Assisi. Nach Gesprächen mit der Ordensgemeinschaft und den Mitarbeitern des Heiligtums führte ihn der Besuch weiter in das Kloster Santa Scolastica mit seinen historischen Kreuzgängen.

Abt Mauro Meacci bezeichnete den Besuch als eine Begegnung, die weit über einen Höflichkeitsbesuch hinausging. „Es war eine Begegnung zwischen Ordensleuten und zugleich eine Begegnung zwischen Benedikt und Augustinus“, sagte er und verwies auf die enge geistliche Verbindung der beiden Ordensgemeinschaften. Der heilige Benedikt habe sich insbesondere von den Aspekten der humanitas in der Regel des heiligen Augustinus inspirieren lassen, die „viele Elemente enthält, die das strenge klösterliche Gebot mildern“.

Wie der Abt weiter berichtete, habe Papst Leo XIV. die Gemeinschaft ermutigt, den Einsatz für den Frieden durch das Gebet zu tragen. Nach einem gemeinsamen Abschlussgebet trat der Pontifex die Rückreise nach Castel Gandolfo an.


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