Papst Leo XIV. betet in Lourdes für Frieden, Menschenrechte und Eintracht
Am zweiten Reisetag in Frankreich betete Papst Leo XIV. an der Grotte von Lourdes für Frieden, Menschenrechte und die Kranken des Landes.

Papst Leo XIV. hat seinen zweiten Reisetag in Frankreich mit einem Gebet an der Grotte von Lourdes beendet. Im Kerzenschein bat das katholische Kirchenoberhaupt unter anderem um Frieden, die Wahrung der Menschenrechte und gesellschaftliche Eintracht in Frankreich. Zugleich richtete er seine Gebete an Kranke, Leidende und Benachteiligte und legte eine goldene Rose zu Füßen der Marienstatue.
Gebet für Frieden und Eintracht
An der Grotte von Massabielle in Lourdes hat Papst Leo XIV. am Samstagabend in Stille gebetet und anschließend ein Gebet an die Gottesmutter gerichtet. Der Wallfahrtsort erinnert an die Marienerscheinungen von 1858, bei denen die damals 14-jährige Bernadette Soubirous nach katholischer Überlieferung insgesamt 18 Mal die Jungfrau Maria gesehen haben soll.
Vor der Marienstatue verharrte der Papst zunächst mit geschlossenen Augen im Gebet. Anschließend berührte er die Felsen der Grotte und trank Quellwasser, dem in Lourdes eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Danach entzündete er eine Kerze und stellte sie zu den anderen Kerzen vor der Statue.
Sein Gebet sprach Leo XIV. auf Französisch. Für die Menschen in Frankreich bat er um „die Gabe brüderlicher Eintracht“ und um eine Gesellschaft, in der Gewalt und Hass keinen Platz haben. Die Menschen sollten die Möglichkeit haben, „zu arbeiten, eine Familie zu gründen und das Leben ganz in Ruhe und Gelassenheit zu leben“.
Auch an die politischen Verantwortlichen des Landes richtete der Papst eine Bitte. Er bat um „weise und großherzige Regierende“, die bereit seien, dem Gemeinwohl zu dienen und sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Zugleich rief er dazu auf, die grundlegenden Menschenrechte zu verteidigen und den Frieden in der Welt zu fördern.
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Die Verantwortlichen sollten, so Leo XIV., „die Logik des Krieges für immer zurückweisen“. Anschließend vertraute er Frankreich und seine Bevölkerung der Gottesmutter, der Schutzpatronin des Landes, an.
Kirche und Kranke im Blick
In seinem Gebet am Wallfahrtsort nahm Papst Leo XIV. auch die katholische Kirche in Frankreich und die Gesellschaft in den Blick. Er bat um eine Erneuerung des Glaubens, um neue Berufungen zum Priester- und Ordensleben und darum, dass die Kirche insbesondere jungen Menschen das Evangelium näherbringt. Sie solle damit zum Aufbau einer „gerechten und brüderlichen Gesellschaft“ beitragen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gebets galt kranken, leidenden und benachteiligten Menschen sowie ihren Angehörigen und Pflegekräften. Lourdes ist seit langem ein bedeutender Wallfahrtsort, auch wegen der zahlreichen Heilungen, die mit dem Wasser der Quelle in Verbindung gebracht werden. 72 davon erkennt die katholische Kirche bislang offiziell als Wunderheilungen an. „Schließlich, liebevolle Mutter, vertrauen wir dir unsere drängendsten persönlichen Anliegen an“, sagte Leo XIV. Dabei schloss er besonders die Kranken und Leidenden sowie jene ein, die sie begleiten. Auch die Verstorbenen und die Angehörigen der Gläubigen vertraute er der Gottesmutter an.
Zum Ende des Gebets bat der Papst darum, alle Hindernisse zu beseitigen, die Menschen von Christus trennten, „und gib, dass er in allen Herzen herrsche“. Anschließend legte Leo XIV. eine goldene Rose zu Füßen der Marienstatue nieder. Bereits 2025 hatte er bei der Heilig-Jahr-Jubiläum der Marianischen Spiritualität „Unsere Liebe Frau von Fatima“ mit einer goldenen Rose geehrt. Während seiner späteren Spanienreise erhielt auch die „Jungfrau von Almudena“ diesen Ehrerweis.
Den Abschluss des Gebets in Lourdes bildeten ein gemeinsam gesprochenes Vaterunser auf Latein und der päpstliche Segen.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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