Papst Leo XIV. betont beim Angelusgebet: „Ohne Vergebung kein Frieden“
Vergebung kann nach den Worten von Papst Leo XIV. dort neue Wege eröffnen, wo Groll und Rache festgefahrene Beziehungen und Konflikte prägen. Beim Angelus erinnerte er zudem an die Opfer des 11. September und verband das Gedenken mit einem eindringlichen Appell für Frieden.

Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz hat Papst Leo XIV. die Bedeutung von Vergebung für das friedliche Zusammenleben hervorgehoben. Mit Blick auf das Evangelium vom Sonntag warnte er vor den Folgen von Groll und Rache – und erinnerte zugleich an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001.
„Vergebung ist unverzichtbar“, sagte Leo XIV. am Sonntag. Wo sie fehle, entstünden früher oder später Konflikte, Vorwürfe, Groll und Rache, die Beziehungen zerstören, Familien spalten und sogar Kriege auslösen könnten. Anlässlich des 25. Jahrestags der Anschläge vom 11. September gedachte der Papst zudem der mehr als 3.000 Todesopfer und rief angesichts der zahlreichen aktuellen Konflikte zum Gebet für den Frieden auf.
Vergebung schafft Frieden
Papst Leo XIV. hat beim Angelusgebet die zentrale Bedeutung von Vergebung für das menschliche Zusammenleben betont. Wo Vergebung fehle, entstünden „Konflikte, Vorwürfe, Groll und Rache“, die Beziehungen zerstören, Familien spalten und letztlich sogar Kriege auslösen könnten.
Mit Blick auf das Sonntagsevangelium (Mt 18,21-35) stellte der Papst Vergebung und die „freie Gabe“ Gottes ins Zentrum. Alles, so Leo XIV., werde dem Menschen „aus reiner Liebe geschenkt“. Niemand könne behaupten, dieser Güte vollkommen gerecht zu werden. Gerade deshalb sei die unverdiente Gabe auch „die beste Regel für unser Zusammenleben“.
Vergebung könne nach den Worten des Papstes neue Perspektiven eröffnen, selbst wenn menschliche Schuld und Not den Blick verdunkelten. „Nur die Vergebung befreit und bringt wieder neues Licht“, sagte Leo XIV. Sie könne wie ein günstiger Wind „selbst die dichtesten Wolken“ vertreiben, bis die Sonne wieder sichtbar werde.
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Zum Abschluss bat der Papst Maria um ihre Fürsprache. Sie möge den Menschen helfen, zu vergeben und „immer, auch wenn es schwerfällt, den ersten Schritt zu tun“.
Erinnerung an die Opfer von 9/11
Zugleich erinnerte der Papst an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA. Mehr als 3.000 Menschen kamen damals ums Leben, die meisten von ihnen beim Einsturz des World Trade Centers in New York.
„Vor zwei Tagen jährte sich zum fünfundzwanzigsten Mal der Tag der Terroranschläge vom 11. September“, sagte Leo XIV. auf Englisch auf dem Petersplatz. Er bekräftigte seine Gebete für die Getöteten und für jene, „die weiterhin unter den Wunden dieses tragischen Tages leiden“.
Angesichts der aktuellen Konflikte und der Gewalt in vielen Teilen der Welt rief der Papst zugleich zum Gebet für den Frieden auf. Alle sollten darum bitten, „dass der Herr der Welt sein Geschenk des Friedens schenkt“.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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