Papst Leo XIV.: Christen sollen „Tag für Tag zum Himmel aufsteigen“
Papst Leo XIV. ruft Christen dazu auf, im Alltag nach dem Evangelium zu leben und „Tag für Tag zum Himmel aufzusteigen“.

„Und von diesem Prozess des Hinaufsteigens kennen wir den Weg“, so der Papst am Petersplatz in Rom. Vor allem die Heiligen „von nebenan“ könnten uns den Weg zeigen, griff Leo eine Formulierung seines Vorgängers Franziskus auf: „Väter, Mütter, Großeltern, Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage, die sich mit Freude und Engagement aufrichtig bemühen, nach dem Evangelium zu leben“.
„Eine Bewegung des Aufsteigens“
Papst Leo XIV. hob beim Gebet des „Regina caeli“ die Bedeutung der Christi Himmelfahrt als Hoffnung für alle Gläubigen hervor. Auf dem Petersplatz erklärte der Papst, die Himmelfahrt Jesu sei „kein fernes Ereignis“, sondern betreffe das Leben der Christen unmittelbar. „Wir sind mit Jesus verbunden wie die Glieder mit dem Haupt eines einzigen Leibes“, sagte er. Christi Aufstieg in den Himmel ziehe deshalb auch die Menschen „hin zur vollen Gemeinschaft mit dem Vater“.
In seiner Ansprache beschrieb der Pontifex das gesamte Leben Jesu als einen Weg der Erlösung und Erhebung des Menschen. „Das gesamte Leben Christi ist eine Bewegung des Aufsteigens“, sagte Leo XIV. Durch die Menschwerdung Christi werde die ganze Welt „umfasst und einbezogen“; der Mensch werde aus seinem „sündigen Zustand herausgeholt und erlöst“.
Die Himmelfahrt dürfe daher nicht nur als ein zukünftiges Versprechen verstanden werden, betonte der Papst weiter. Vielmehr gehe es um „eine lebendige Beziehung“, die den Menschen schon jetzt verändere. Diese Beziehung erweitere den Horizont des Lebens und führe dazu, „dass unser Denken, Fühlen und Handeln immer mehr dem Herzen Gottes ähnlich werden“.
Auf dem Weg zur Gemeinschaft mit Gott
Ausgehend vom Fest Christi Himmelfahrt hat Leo XIV. die Gläubigen dazu ermutigt, ihr Leben als Weg zu Gott zu verstehen. Die Himmelfahrt Jesu sei kein „fernes Ereignis“, sagte der Papst beim Gebet des „Regina caeli“ auf dem Petersplatz. Vielmehr seien Christen mit Christus verbunden „wie die Glieder mit dem Haupt eines einzigen Leibes“. Sein Aufstieg in den Himmel ziehe daher auch die Menschen „hin zur vollen Gemeinschaft mit dem Vater“.
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Der Weg dorthin zeige sich nach den Worten des Papstes vor allem im Leben Jesu selbst – „in der Hingabe seines Lebens, in seinen Taten und Lehren“. Zugleich verwies Leo XIV. auf Maria und die Heiligen als Vorbilder des Glaubens. Neben den großen Gestalten der Kirche hob er besonders die „Heiligen von nebenan“ hervor – eine Formulierung seines Vorgängers Franziskus. Gemeint seien Menschen des Alltags: „Väter, Mütter, Großeltern, Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage“, die sich ehrlich bemühten, nach dem Evangelium zu leben.
Mit Blick auf den Alltag der Gläubigen betonte der Papst, Christen könnten „Tag für Tag zum Himmel aufsteigen“, wenn sie sich am Guten orientierten und ihren Glauben konkret lebten. Unter Berufung auf den heiligen Paulus rief er dazu auf, sich auf das zu konzentrieren, „was wahrhaft, recht und liebenswert ist“, und das Gehörte und Gelernte in die Tat umzusetzen.
Zugleich erinnerte Leo XIV. an die Taufe als Quelle des christlichen Lebens. Das darin empfangene göttliche Leben ziehe den Menschen beständig „empor zum Vater“. Daraus sollten nach seinen Worten auch konkrete Folgen für die Welt erwachsen: Gemeinschaft, Frieden und ein glaubwürdiges christliches Zeugnis im Alltag.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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