Papst Leo XIV. erinnert an Attentat auf Johannes Paul II. und würdigt Maria als Vorbild der Kirche
Papst Leo XIV. erinnert bei Generalaudienz an Attentat auf Johannes Paul II. und würdigt Maria als Vorbild der Kirche.

Mit einem stillen Gebet am Gedenkstein auf dem Petersplatz hat Papst Leo XIV. an das Attentat auf Johannes Paul II. vom 13. Mai 1981 erinnert. Bei der Generalaudienz zum Gedenktag Unserer Lieben Frau von Fatima würdigte er zugleich die Gottesmutter Maria als „Mutter der kirchlichen Gemeinschaft“ und als Vorbild des Glaubens. In seiner Katechese hob der Papst ihre vorbehaltlose Offenheit für Gottes Heilsplan hervor und rief die Gläubigen dazu auf, sich von ihrem Beispiel für das Leben und Wirken in der Kirche inspirieren zu lassen.
Leo XIV. erinnert an Johannes Paul II. und Fatima
Mit einer stillen Geste des Gedenkens hat Papst Leo XIV. bei der Generalaudienz an das Attentat auf Johannes Paul II. vom 13. Mai 1981 erinnert. Während der Fahrt im Papamobil über den Petersplatz hielt der Papst an jener Stelle an, an der der polnische Pontifex vor 45 Jahren niedergeschossen worden war, und kniete am dort eingelassenen Gedenkstein nieder. Johannes Paul II. hatte sein knappes Überleben stets der Gottesmutter von Fatima zugeschrieben. Das Attentat ereignete sich am Jahrestag der ersten Marienerscheinung von Fatima; später ließ der Papst eine der Kugeln in die Krone der Madonna einsetzen.
In seiner anschließenden Katechese widmete Leo XIV. dem heiligen Johannes Paul II. besondere Worte und stellte Maria als Vorbild der Kirche in den Mittelpunkt. Unter Bezug auf die Konzilskonstitution Lumen gentium bezeichnete er die Gottesmutter als das „klarste Urbild im Glauben und in der Liebe“. Maria sei „Mutter der gesamten kirchlichen Gemeinschaft“ und zugleich „vollkommenes Vorbild dessen, wozu die ganze Kirche berufen ist“, sagte der Papst.
Der Gedenktag Unserer Lieben Frau von Fatima erinnert an die erste von sechs Marienerscheinungen im Jahr 1917 im portugiesischen Fatima. Nach kirchlicher Überlieferung erschien die Muttergottes dort drei Hirtenkindern. Leo XIV. hob hervor, Maria verkörpere eine „bedingungslose Offenheit für das göttliche Geheimnis“. Sie habe die Berufung, Mutter des Erlösers zu werden, in „freier Zustimmung des Glaubens“ angenommen und so am Heilswerk Gottes mitgewirkt. Die Gläubigen rief der Papst dazu auf, sich am Beispiel der Gottesmutter zu orientieren und „der Vollendung des Reiches Gottes“ in der Kirche zu dienen.
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Maria als Vorbild der Kirche
Papst Leo XIV. hat die Gottesmutter Maria als Ausdruck „bedingungsloser Offenheit für das göttliche Geheimnis“ bezeichnet. In seiner Katechese hob er hervor, Maria sei keine abstrakte Gestalt des Glaubens, sondern eine „historisch konkrete Frau“ gewesen, die die Berufung zur Mutter des Erlösers in „freier Zustimmung des Glaubens“ angenommen habe. Ihre Erwählung sei ein unverdientes Geschenk Gottes gewesen, das sie mit Vertrauen und Hingabe beantwortet habe.
Maria verkörpere damit den göttlichen Heilsplan, „der einst verborgen war und in Jesus Christus in seiner Fülle offenbart wurde“, sagte der Papst. Zugleich habe sie am Erlösungswerk „in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe“ mitgewirkt.
Die Jungfrau Maria verweise nach Worten des Papstes zugleich auf Wesen und Auftrag der Kirche. Sie lehre die Gläubigen, „die Kirche zu lieben und in ihr der Vollendung des Reiches Gottes zu dienen“. Leo XIV. rief dazu auf, sich vom Vorbild der Madonna inspirieren zu lassen und ihre Fürsprache für das eigene Wirken in der Kirche zu erbitten.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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