Papst Leo XIV. ernennt Christian Würtz zum neuen Bischof von Eichstätt
Die Vakanz im Bistum Eichstätt ist beendet: Papst Leo XIV. hat den Freiburger Weihbischof Christian Würtz zum Nachfolger von Bischof Gregor Maria Hanke ernannt. Die Reaktionen aus der Kirche auf die Personalentscheidung fallen durchweg positiv aus.

Das Bistum Eichstätt hat einen neuen Oberhirten: Papst Leo XIV. hat den bisherigen Freiburger Weihbischof Christian Würtz (55) zum 83. Bischof von Eichstätt ernannt. Die Personalentscheidung wurde am Dienstag zeitgleich im Vatikan sowie in den Bistümern Eichstätt und Freiburg bekannt gegeben. Würtz folgt auf Gregor Maria Hanke, der zu Pfingsten 2025 vorzeitig zurückgetreten war.
Feierliche Verkündung im Eichstätter Dom
Die Ernennung von Christian Würtz zum neuen Bischof von Eichstätt wurde am Hochfest des heiligen Willibald nach dem Angelus-Gebet im Eichstätter Dom feierlich bekannt gegeben. Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler verlas das Ernennungsschreiben und stellte den Lebensweg des neuen Bischofs vor. Die Nachricht wurde von den Gläubigen mit lang anhaltendem Applaus aufgenommen.
In seiner ersten Ansprache griff Würtz das Motto der diesjährigen Willibaldswoche – „Mut machen. Aufbrechen.“ – auf. Der Beifall im Dom habe ihm „Mut gemacht“, sagte der 55-Jährige. „Es braucht Mut, sich in eine völlig neue Situation hineinzubegeben“, erklärte er mit Blick auf seinen Wechsel von Freiburg nach Eichstätt.
Zudem dankte Würtz Papst Leo XIV. für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Ich möchte auch unseren Heiligen Vater, Papst Leo, einschließen, der mir mit seiner Ernennung Mut macht, diese Aufgabe anzugehen“, sagte der künftige Eichstätter Bischof. Sein Dank galt außerdem Diözesanadministrator Alfred Rottler, allen an der Vorbereitung Beteiligten sowie der Bayerischen Staatsregierung, die der Ernennung zugestimmt hatte.
Würtz erinnerte zudem an seinen Primizspruch aus dem ersten Thessalonicherbrief: „Gott, der euch beruft, ist treu.“ Dieser Vers habe ihn während seines gesamten priesterlichen Dienstes begleitet und gebe ihm auch für die neue Aufgabe Zuversicht. Gleichzeitig betonte er, Gottes Treue sei „keine Einbahnstraße“. Sie fordere die Gläubigen dazu auf, Gott ihrerseits treu nachzufolgen.
Wahlspruch als Leitmotiv
Als Richtschnur für seinen bischöflichen Dienst bezeichnete Christian Würtz seinen Wahlspruch „Dein Reich komme“ aus dem Vaterunser. Der Bibelvers habe ihn bereits bei seinem Wechsel vom Schwarzwald nach Freiburg vor acht Jahren begleitet. Damals wie heute stehe er vor einer neuen Aufgabe mit vielen unbekannten Herausforderungen.
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„Ich nahm mir vor, an meiner neuen Stelle am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken“, sagte Würtz. Dieser Anspruch gelte nun ebenso für seinen Dienst als Bischof von Eichstätt. Dabei setze er auf ein gemeinsames Miteinander: Der Aufbau des Reiches Gottes könne nur gelingen, wenn die Gläubigen diesen Weg gemeinsam gingen.
Reaktionen aus der Kirche
Auf die ersten Worte des künftigen Eichstätter Bischofs folgten zahlreiche Glückwünsche und Anerkennung aus der katholischen Kirche. Mehrere Bischöfe hoben die fachliche und persönliche Eignung von Christian Würtz für das neue Amt hervor.
Der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigte insbesondere dessen vielseitige Erfahrung. Mit Würtz gewinne die Bischofskonferenz „ein neues Mitglied, das eine so breite Erfahrung in Wissenschaft, Seelsorge, Recht und Bildung für die Tätigkeit im Bistum Eichstätt und in Bayern mitbringt“.
Auch der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl zeigte sich erfreut über die Ernennung. Er blicke der Zusammenarbeit „mit großer Freude entgegen“. Gemeinsam wolle man „in herausfordernden Zeiten die Kirche in unserer Region aus dem Glauben heraus gestalten und die Freude der christlichen Botschaft verkünden“.
Der Würzburger Bischof Franz Jung verwies auf die fachliche Qualifikation des neuen Eichstätter Bischofs. Würtz bringe „sehr gute Voraussetzungen“ für das Amt mit. Neben zwei Promotionen in den Bereichen Kirchenrecht und Kirchengeschichte verfüge er durch seine siebenjährige Tätigkeit als Weihbischof bereits über umfassende Erfahrung im bischöflichen Dienst.
Anerkennende Worte fand auch sein Vorgänger im Amt, der emeritierte Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Würtz sei „ein geistlich erfahrener, theologisch versierter und leitungskompetenter Hirte“. Für seinen Dienst in Eichstätt wünschte er ihm „Gottes reichen Segen“.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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