Papst Leo XIV. ernennt Johannes Zehe zum Weihbischof von Hamburg
Papst Leo XIV. beruft Johannes Zehe zum neuen Weihbischof im Erzbistum Hamburg. Der frühere Geigenlehrer wird am 10. Oktober die Bischofsweihe empfangen.
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Das Erzbistum Hamburg erhält einen neuen Weihbischof: Papst Leo XIV. hat den bisherigen Regens des Hamburger Priesterseminars, Johannes Zehe, in das Amt berufen. Die Ernennung wurde am Mittwoch zeitgleich vom Vatikan und dem Erzbistum bekanntgegeben. Der 62-jährige Priester, der auf eine lange Tätigkeit in der Pfarrseelsorge und Priesterausbildung zurückblickt, soll am 10. Oktober die Bischofsweihe empfangen.
Johannes Zehe: Neuer Weihbischof von Hamburg
Der gebürtige Mecklenburger Johannes Zehe wird neuer Weihbischof im Erzbistum Hamburg. Der 1963 in Neustrelitz in der damaligen DDR geborene Geistliche gehört dem Klerus der Erzdiözese an und soll am 10. Oktober die Bischofsweihe empfangen. Vor seinem Theologiestudium absolvierte er eine akademische Musikausbildung in Berlin. Anschließend arbeitete Zehe zunächst als Geigenlehrer und war Mitglied des Philharmonischen Orchesters des Theaters Stralsund, bevor er sich dem Theologiestudium in Magdeburg, München und Erfurt widmete.
1999 wurde Zehe in Hamburg zum Priester geweiht. Lange Jahre war er in der Pfarrseelsorge tätig. Im Laufe seiner kirchlichen Laufbahn war Zehe unter anderem als Pfarrvikar in Ahrensburg, Bargteheide und Neubrandenburg tätig sowie als Leiter der Jugendpastoral. Später übernahm er Aufgaben als Pfarrer und Dekan in Neubrandenburg und Lübeck. Seit 2023 leitet er zudem das Erzbistumsseminar Hamburg. Aktuell wirkt Zehe als Pastor und Pfarradministrator der Pfarrei Heilige Elisabeth im Südosten Hamburgs und Schleswig-Holsteins. Zu diesem Seelsorgebereich gehört unter anderem die Kirche St. Marien im Hamburger Stadtteil Bergedorf.
„Große Bereicherung für das Erzbistum“
Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat die Ernennung von Johannes Zehe zum neuen Weihbischof im Erzbistum Hamburg mit großer Freude aufgenommen. „Heute, am 24. Juni, ist Johannistag. Wir feiern Johannes den Täufer“, sagte Heße am Mittwoch. Besonders freue er sich, dass die Bekanntgabe auf den Namenstag des künftigen Weihbischofs falle.
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Heße verwies in seiner Stellungnahme auf die geistliche Bedeutung des Amtes: „Johannes der Täufer wird gerne als ‚Rufer‘ bezeichnet. Ein Weihbischof ist auch ein Rufer, einer, der die frohe Botschaft von Gott immer wieder ins Gespräch bringt.“ Zugleich solle ein Bischof das Evangelium im eigenen Leben sichtbar machen.
Der Erzbischof hob zudem die vielfältigen Erfahrungen des 1963 in Mecklenburg geborenen Geistlichen hervor. Zehe habe „in Gemeinde- und Jugendseelsorge sowie in der Ausbildung zukünftiger Priester“ gearbeitet und bringe damit wichtige Voraussetzungen für sein neues Amt mit. „Ich bin überzeugt, dass er mit seinen geistlichen, menschlichen und pastoralen Gaben eine große Bereicherung für uns darstellen wird“, so Heße weiter.
Auch der zukünftige Weihbischof selbst äußerte sich dankbar über seine Ernennung. „Die Nachricht hat mich unerwartet erreicht. Ich sehe es als großes Geschenk“, sagte Zehe. Nun gelte es für ihn, sich in die neue Aufgabe hineinzufinden. Der Weihbischof soll künftig den Diözesanbischof vor allem bei Firmungen, Weihen und Visitationen unterstützen.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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