Vatikan

Papst Leo XIV.: Ferien sind Zeit für Solidarität und gelebten Glauben

Die Ferienzeit ist nach den Worten von Papst Leo XIV. eine Chance, den Glauben durch konkrete Nächstenliebe zu vertiefen. Er ruft dazu auf, besonders Kranke, Einsame und Bedürftige nicht zu vergessen und die Sommerzeit bewusst im Zeichen von Frieden, Barmherzigkeit und Solidarität zu gestalten.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Papst Leo XIV.: Ferien sind Zeit für Solidarität und gelebten Glauben
(c) MiVargof - pixabay user_id:10988759

Ferien sind nach den Worten von Papst Leo XIV. nicht nur eine Zeit der Erholung, sondern auch eine Gelegenheit, den Glauben durch konkrete Nächstenliebe zu vertiefen. In einer Antwort auf die Frage eines Lesers der Zeitschrift „Piazza San Pietro“ ruft der Papst dazu auf, besonders jene Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, die den Sommer in Armut, Krankheit, Einsamkeit oder auf der Flucht verbringen. Freiwilliges Engagement, ein einfacher Lebensstil und das Leben des „Evangeliums des Friedens und der Barmherzigkeit“ seien Wege, den Glauben im Alltag sichtbar werden zu lassen.

Ferien als Zeit der Nächstenliebe

Wie lässt sich der Glaube in der Ferienzeit vertiefen? Diese Frage eines Lesers beantwortet Papst Leo XIV. in der aktuellen Juli/August-Ausgabe der Zeitschrift „Piazza San Pietro“. Seine Antwort verbindet die Sommerzeit mit einem klaren Appell zu gelebter Solidarität.

Ferien sollten nach den Worten des Papstes mehr sein als Erholung. Sie seien eine Zeit der Gemeinschaft, der Freundschaft und der Geschwisterlichkeit. Er wünsche sich, dass der Sommer „eine Gelegenheit für fruchtbare soziale und religiöse Erfahrungen“ werde und Christen ihren Auftrag in Kirche und Gesellschaft bewusster leben.

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Besonders richtet Leo XIV. den Blick auf Menschen, für die die Ferien keine unbeschwerte Zeit sind. Er hofft, dass es Kranken in den Sommermonaten „nicht an der Nähe ihrer Angehörigen“ und engagierter Helfer fehlt. Zugleich ermutigt er Familien, ältere Angehörige nicht allein zu lassen.

Freiwillige jeden Alters ruft der Papst dazu auf, einen Teil ihrer Ferien den Bedürftigen und Leidenden zu widmen. Wer den Menschen „Menschlichkeit und Hoffnung“ bringe, werde selbst erfahren, „wie viel Liebe euer Leben erfüllen wird, wie viel Freude, wie viel Glück“.

Den Glauben zu stärken bedeute auch, den Sommer bewusst zu gestalten. „Nutzt auch die Sommerzeit, um das Evangelium des Friedens und der Barmherzigkeit zu leben“, schreibt Leo XIV. Christen sollten Konsum, Verschwendung und Materialismus vermeiden und stattdessen Barmherzigkeit, Frieden und Solidarität in den Mittelpunkt stellen. So könne die Ferienzeit zu einer konkreten Gelegenheit werden, das Evangelium im Alltag zu bezeugen. Abschließend erinnert der Papst daran, dass nicht menschliche Macht, sondern allein die Liebe Gottes der Welt Hoffnung und Zukunft schenken könne.


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