Papst Leo XIV. in Assisi: Höhepunkt des Jugendtreffens zum 800. Todestag von Franz von Assisi
Große Freude in Assisi: Tausende junge Menschen und Mitglieder der franziskanischen Gemeinschaften erwarten Papst Leo XIV. Die Feierlichkeiten stehen im Zeichen des Erbes von Franz von Assisi und der Frage, welche Bedeutung seine Botschaft von Frieden und Nächstenliebe heute für junge Menschen hat.

Kurz vor dem Besuch von Papst Leo XIV. herrscht in Assisi große Vorfreude. Rund 2.150 junge Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern und darüber hinaus nehmen am Europa-Jugendtreffen des Franziskanerordens „GO! Franciscan Youth Meeting“ teil. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, franziskanische Spiritualität sowie Themen wie Frieden, Schöpfungsverantwortung und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Jugendtreffen stimmt auf Papstbesuch ein
Rund um die Basilika Santa Maria degli Angeli herrscht geschäftiges Treiben: Jugendliche stehen in kleinen Gruppen zusammen, kommen ins Gespräch und bereiten sich auf den Besuch von Papst Leo XIV. vor. Anlass ist das Europa-Jugendtreffen des Franziskanerordens „GO! Franciscan Youth Meeting“, das seit Montag in Assisi stattfindet.
Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 33 Jahren aus zahlreichen europäischen Ländern kommen dabei zusammen, um sich über franziskanische Spiritualität auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. „Wir tauschen uns aus über franziskanische Spiritualität und lernen uns kennen“, sagt der 25-jährige Francesco aus Bozen.
Die internationale Atmosphäre ist überall spürbar. Nach Angaben des Südtirolers sind unter den Teilnehmern unter anderem Jugendliche aus Spanien, Portugal, Ungarn und Deutschland – aber auch aus den USA, dem Heimatland von Papst Leo XIV.
Der Besuch des Papstes am Donnerstag bildet den Höhepunkt des Treffens. „Wir freuen uns alle darauf, dass wir ihm begegnen und seine Worte hören können“, sagt Francesco. Auch wenn die Begegnung wohl nur aus der Ferne möglich sein werde, sei es für ihn etwas Besonderes, den Papst „in Real Life sehen zu können“.
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Workshops und Austausch
Zuvor tauschen sich die rund 2.150 Teilnehmer in Workshops mit Theologen, Professoren und Franziskanern über Glaubens- und Gesellschaftsthemen aus. Auf dem Programm stehen unter anderem Frieden, der Schutz der Schöpfung, Migration sowie die franziskanische Spiritualität.
Für viele Teilnehmer geht es dabei auch um persönliche Orientierung. „Wir bekommen Einsichten über die franziskanische Spiritualität, über unser Leben, über unsere Zukunft“, so Francesco weiter. Ziel sei es, den Glauben im Alltag zu leben und „mit Gott und untereinander besser zusammenzukommen und zu leben“.
Neben den Jugendlichen sind zahlreiche Ordensfrauen und Ordensmänner der franziskanischen Gemeinschaften nach Assisi gekommen. Für den Generalminister des Franziskanerordens, Bruder Massimo Fusarelli OFM, hat der Papstbesuch eine besondere Bedeutung. Anlass ist das Gedenkjahr zum 800. Todestag des heiligen Franziskus.
„Wir haben den Papst in diesem besonderen Gedenkjahr nach Assisi eingeladen“, sagt Fusarelli. Besonders freue ihn, dass Leo XIV. den Austausch mit jungen Menschen suche: Der Papst wolle „der Jugend zuhören“ und gemeinsam mit ihr beten.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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