Papst Leo XIV. in San Marino: Das Evangelium ebnet den Weg in die Freiheit
Bei seinem Besuch in San Marino spricht Leo XIV. über die Kraft des Evangeliums, mutige Lebensentscheidungen und die Rolle der Familie. Sein Appell: Freiheit, Verantwortung und gelebter Glaube sollen den Menschen Orientierung geben.

Bei seinem Besuch in San Marino hat Papst Leo XIV. zu einer stärkeren Orientierung am Evangelium und zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung aufgerufen. Angesichts zunehmender Konflikte, Abschottung und Angst vor dem Fremden warb er für Freiheit, Solidarität und Frieden. Zugleich richtete er einen besonderen Appell an junge Menschen und betonte die Bedeutung von Ehe, Familie und kirchlicher Gemeinschaft für die Weitergabe des Glaubens.
Evangelium lehrt Respekt vor der Freiheit jedes Einzelnen
Im Gespräch mit Klerikern, Seelsorgenden und Gläubigen in San Marino stellte Papst Leo XIV. die befreiende Kraft des Evangeliums in den Mittelpunkt. Es sei „ein Weg der Freiheit für die Männer und Frauen aller Zeiten“. Als größtes Geschenk an andere bezeichnete er es, ihnen zu helfen, Christus zu begegnen. Im Palazzo Pubblico kam er zudem mit den beiden Staatsoberhäuptern, den Capitani Reggenti, sowie Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen. Dabei plädierte er für Diplomatie und Multilateralismus.
Eine weitere Station seines kurzen Besuchs in San Marino war die Basilika, die Konkathedrale des Bistums San Marino-Montefeltro. Dort sprach der Papst über die Krisen und Spannungen der Gegenwart. Gewalt, Abschottung und „die Angst vor dem anderen“ nähmen zu. Umso wichtiger sei es, „mit noch größerer Überzeugung auf dem Weg des Evangeliums voranzugehen“.
Darin sieht Leo XIV. eine Orientierung für das gesellschaftliche Zusammenleben: Respekt vor der Freiheit des Einzelnen und der Freiheit anderer, die Sorge um Schwächere, Vergebung, Gemeinschaft und Solidarität. „Seine Inspiration ist die Grundlage einer Gesellschaft“, sagte der Papst.
Appell an junge Menschen und Familien
Auch an die junge Generation richtete Papst Leo XIV. in San Marino klare Worte. Er ermutigte sie, bei wichtigen Weichenstellungen im Leben mutig zu sein. Dazu zählte er die Entscheidung für Ehe, geistliches Leben oder einen Beruf ebenso wie gesellschaftliches und politisches Engagement. „Habt keine Angst, anspruchsvolle Entscheidungen zu treffen“, sagte der Papst.
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Zugleich rief Leo XIV. dazu auf, sich frühzeitig auf die damit verbundenen Verantwortungen vorzubereiten und sich für soziale Anliegen einzusetzen. Junge Menschen sollten sich „in Initiativen und Projekte der Nächstenliebe und Gerechtigkeit“ einbringen.
Auch die Familie nahm in seiner Ansprache einen wichtigen Platz ein. Sie sei „der erste Ort der Glaubensbildung“ und jener Lebensraum, in dem Kinder das Evangelium von klein auf kennenlernen und im Alltag erfahren. Deshalb brauche es eine enge Zusammenarbeit zwischen Familien und kirchlichen Gemeinschaften.
Leo XIV. sprach in diesem Zusammenhang von einem „Erziehungspakt“. Eltern sollten sich stärker eingebunden fühlen, den eigenen Glauben neu entdecken und zugleich Freude daran haben, christliche Werte an ihre Kinder weiterzugeben.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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