Vatikan

Papst Leo XIV. kehrt nach Chiclayo zurück – die Details seiner Südamerikareise

Zwölf Tage, drei Länder, ein besonderer Moment: Papst Leo XIV. reist im November nach Südamerika – und kehrt dabei an einen Ort zurück, der für ihn persönlich viel bedeutet.

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Andreas Nachbar
4 min Lesezeit
Papst Leo XIV. kehrt nach Chiclayo zurück – die Details seiner Südamerikareise
(c) Bildnachweis: Screenshot | YouTube | Vatican News - Deutsch

Zwölf Tage, drei Länder und ein persönlicher Höhepunkt: Papst Leo XIV. reist vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru. Besonders die Rückkehr nach Chiclayo, wo er bis 2023 als Bischof wirkte, verleiht der Reise eine persönliche Note. Auf dem Programm stehen zahlreiche Gottesdienste, Begegnungen mit politischen Verantwortlichen sowie mit kirchlichen und gesellschaftlichen Gruppen. Auch Besuche sozialer Einrichtungen, bedeutender Wallfahrtsorte und der peruanischen Amazonasregion sind vorgesehen. Die Reise führt den Papst damit in drei Länder – und passend dazu gibt es für jede Etappe ein eigenes Motto und Logo. Nun hat der Vatikan die Details des umfangreichen Reiseprogramms veröffentlicht.

Besuch in Uruguay zum Auftakt

Am 6. November bricht Leo XIV. in Rom auf und erreicht am Nachmittag Montevideo. Das Motto der ersten Etappe lautet „Ich verkünde euch eine große Freude“. Auch das dazugehörige Logo greift zentrale Elemente der uruguayischen Identität und des katholischen Glaubens auf: Es zeigt Christus auf dem Hirtenstab des Papstes, flankiert von Leo XIV. und der „Virgen de los Treinta y Tres“. Die „Sol de Mayo“ verweist zugleich auf die nationale Identität des Landes.

Nach der offiziellen Begrüßung steht ein Treffen mit Präsident Yamandú Orsi sowie mit Vertretern aus Staat, Gesellschaft und Diplomatie auf dem Programm. Am Abend feiert der Papst in der Kathedrale von Montevideo Vesper mit Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen.

Am 7. November reist Leo XIV. nach Paysandú, wo er eine Messe feiert. Zurück in Montevideo besucht er die Pfarrei Unserer Lieben Frau von Guadalupe und trifft Vertreter der sozialen Gemeinschaft von Casavalle, einem von sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägten Stadtteil. Weitere Stationen sind die Katholische Universität von Uruguay und eine Gebetswache im Centenario-Stadion.

Zum Abschluss seines Uruguay-Aufenthalts reist der Papst am 8. November nach Florida. Vor der Kathedralbasilika und dem Nationalheiligtum Unserer Lieben Frau von den Dreiunddreißig feiert er eine Messe. Anschließend geht es weiter nach Buenos Aires.

Weiter nach Argentinien

Dort beginnt der zweite Teil der Reise mit einem Treffen von Leo XIV. mit Präsident Javier Milei sowie Gesprächen mit Vertretern aus Staat, Gesellschaft und Diplomatie. Das Motto der Argentinien-Etappe lautet „Bienvenidos todos. Vayan y anuncien“ – „Alle sind willkommen. Geht und verkündet“. Das Logo greift diesen Gedanken auf: Zahlreiche stilisierte Figuren bilden einen Kreis um ein ausgespartes Kreuz und stehen für Vielfalt, gemeinsamen Weg und Verkündigung.

Am 9. November besucht der Papst das Kleine Cottolengo Don Orione in Claypole und feiert anschließend eine Messe am Monumento de los Españoles. Weitere Termine führen ihn an die Katholische Universität Argentiniens sowie zu Begegnungen mit Vertretern christlicher Gemeinschaften und anderer Religionen. Auch Gespräche mit dem argentinischen Episkopat und den synodalen Teams sind vorgesehen.

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Am folgenden Tag reist Leo XIV. nach Córdoba. Auf dem Gelände der Militärfliegerschule feiert er eine Messe und trifft anschließend Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute, Seminaristen und pastorale Mitarbeiter. In Buenos Aires ist am Abend eine Gebetswache mit Jugendlichen geplant.

Zum Abschluss seines Argentinien-Aufenthalts besucht der Papst am 11. November einen Bundesgefängniskomplex in Buenos Aires und das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Luján, wo er eine Messe feiert. Danach setzt Leo XIV. seine Reise nach Peru fort und fliegt nach Lima.

Wiedersehen in der alten Diözese

Nach den ersten Stationen in Lima führt die Reise Leo XIV. am 13. November nach Chiclayo – in jene Diözese, die für ihn persönlich eine besondere Bedeutung hat. Von 2014 bis 2015 war er dort Apostolischer Administrator, anschließend bis 2023 Bischof. In Chiclayo feiert der Papst eine Messe bei den Pampas de Pimentel und besucht die Kapelle San Óscar A. Romero. Im Wallfahrtsort Unserer Lieben Frau vom Frieden stehen Begegnungen mit Bischöfen, Priestern, synodalen Teams und Pastoralräten auf dem Programm. Auch die Katholische Universität Santo Toribio de Mogrovejo sowie ein Treffen mit Priestern der Diözese gehören zu seinen Stationen.

Am 14. November steht zunächst die Krönung der Immaculata in der Kathedrale von Chiclayo an. Anschließend reist Leo XIV. in den ländlichen Bezirk Santa Cruz de Succhabamba, wo er eine Messe feiert. Zurück in Chiclayo leitet er am Nachmittag ein Gebet zum Abschluss des Jubiläumsjahres des heiligen Turibio von Mogrovejo.

Abschluss im Amazonasgebiet

Am 15. November führt die Reise zunächst nach Cusco. Im Archäologischen Nationalpark Saqsaywaman begegnet der Papst Gläubigen und Vertretern der Volksfrömmigkeit. Vor der Kathedrale von Cusco betet er den Angelus, bevor es weiter nach Pucallpa in das peruanische Amazonasgebiet geht. Dort trifft er Missionare und Vertreter indigener Völker am Malecón Puerto Callao und feiert eine Messe in der Villa Deportiva Regional Ucayali.

Den letzten Reisetag, den 16. November, verbringt der Papst in Callao. Dort besucht er eine von den Kleinen Schwestern der verlassenen Alten geführte Einrichtung. Zum Abschluss seiner Südamerikareise feiert Leo XIV. eine Messe auf dem Militärflugplatz Las Palmas bei Lima. Am Nachmittag tritt er den Rückflug nach Rom an, wo er am 17. November erwartet wird.

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Redakteur / Autor bei GodMag.

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