Papst Leo XIV.: Normaler Arbeitstag am Montag, Klinikaufenthalt ab Dienstag
Ein Knoten in der Lunge soll operativ entfernt werden: Papst Leo XIV. geht gelassen in den Eingriff und erhält weltweit Zuspruch aus Kirche und Politik.

Noch ein normaler Arbeitstag, dann der Gang in die Klinik: Papst Leo XIV. steht eine Operation an der Lunge bevor. Ein bei einer Routineuntersuchung entdeckter Knoten soll entfernt werden. Während der Vatikan mit einem etwa einwöchigen Krankenhausaufenthalt rechnet, erreichen den 71-Jährigen aus aller Welt Gebete und Genesungswünsche.
Dichtes Programm am Montag
Der bei einer Routineuntersuchung entdeckte Lungenknoten befindet sich nach Angaben von Papst Leo XIV. in einem „frühen Stadium“. Bei seinem Mittagsgebet am Sonntag hatte der 71-Jährige angekündigt, dass der „begrenzte Knoten“ entfernt werden soll.
Trotz des bevorstehenden Eingriffs hielt der Papst am Montag an seinem gewohnten Arbeitsprogramm fest. Bei einer Audienz nahm er den römischen Peterspfennig der Vereinigung „Circolo San Pietro“ entgegen und würdigte deren Einsatz für Menschen in Not.
Auch mehrere hochrangige kirchliche Vertreter empfing Leo XIV. Dazu zählten der deutsche Diplomat Martin Krebs, der als Botschafter des Heiligen Stuhls in der Schweiz, Liechtenstein und Monaco tätig ist, sowie der japanische Kardinal Tarcisio Isao Kikuchi. Der Erzbischof von Tokio, zugleich Präsident des internationalen Caritas-Dachverbands, wurde von Caritas-Internationalis-Generalsekretär Alistair Dutton begleitet.
Weitere Gesprächspartner waren der US-amerikanische Militärbischof Timothy Broglio und Carlos Herrera Gutiérrez, Vorsitzender der Bischofskonferenz von Nicaragua. Die dortige Kirche steht seit Jahren unter erheblichem Druck der Regierung von Daniel Ortega. Am Nachmittag waren zudem weitere Beratungen von Bischöfen zur Ehe- und Familienpastoral vorgesehen.
Genesungswünsche aus aller Welt
Vor dem bevorstehenden Eingriff erhält Papst Leo XIV. Genesungswünsche aus Kirche und Politik. Zahlreiche Vertreter bekundeten dem Heiligen Vater ihre Verbundenheit und riefen zum Gebet für seine Gesundheit auf.
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Der Lateinamerikanische und Karibische Bischofsrat (CELAM) kündigte einen besonderen Gebetstag für den Papst an und vertraute ihn der Muttergottes von Guadalupe an. Auch die katholische Kirche in Peru schloss Leo XIV. in ihre Gebete ein: Bei der Messe für die Nation in der Wallfahrtsstätte Las Nazarenas wurde eigens für seine Gesundheit gebetet.
Der Vorsitzende der australischen Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Costelloe, bezeichnete die Operationsankündigung als „Überraschung und zugleich Anlass zu tiefer Besorgnis“. Die Nachricht bewege nicht nur Katholiken, sondern auch Menschen, die im Papst eine wichtige Stimme für Frieden, Mitgefühl und Stabilität sähen. Zugleich wertete Costelloe die medizinische Einschätzung, wonach der Knoten frühzeitig erkannt und gut lokalisiert worden sei, als „Anlass zu Hoffnung“.
Auch aus Österreich kam ein Gebetsaufruf. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, versicherte Leo XIV. die Verbundenheit der heimischen Kirche: „Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater! Oremus pro Pontifice!“ Man bete für einen erfolgreichen Eingriff und eine rasche Genesung, erklärte Lackner, der derzeit an den Beratungen zur Ehe- und Familienseelsorge im Vatikan teilnimmt.
Der Augustinerorden, dem Leo XIV. angehört, bat ebenfalls um Gebete. „Als Augustiner beten wir gemeinsam für die Gesundheit von Papst Leo XIV.“, hieß es in einer Mitteilung in den sozialen Medien. Die Ordensgemeinschaft fügte hinzu: „Möge Gott den Heiligen Vater und seine Ärzte während der bevorstehenden Operation segnen.“
Solidarität auch aus der Politik
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und weitere politische Spitzenvertreter übermittelten bereits am Sonntag ihre Genesungswünsche. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni versicherte dem Papst ihre persönliche Unterstützung und die der italienischen Regierung. Die Ruhe, mit der Leo XIV. über den bevorstehenden Eingriff gesprochen habe, mache Mut. Zudem zeigte sie sich überzeugt, dass auch die italienische Bevölkerung dem Heiligen Vater ihre Zuneigung und Unterstützung entgegenbringen werde.
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri wünschte dem Papst, dass er die bevorstehende Zeit gut überstehe und bald wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen könne.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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