Papst Leo XIV. ruft erneut zum weltweiten Friedensgebet auf
Papst Leo XIV. ruft erneut zum weltweiten Friedensgebet am 30. Mai auf und setzt ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt.

Angesichts anhaltender Kriege und internationaler Spannungen hat Papst Leo XIV. erneut zu einem weltweiten Friedensgebet eingeladen. Wie das Dikasterium für Evangelisierung mitteilte, wird der Papst am Abend des 30. Mai an der Lourdesgrotte in den vatikanischen Gärten einen Rosenkranz für den Frieden beten. Nach Angaben des Pro-Präfekten des Dikasteriums für Evangelisierung, Rino Fisichella, soll die neue Gebetsinitiative ein Zeichen der Verbundenheit mit allen Menschen in Kriegsgebieten sein. Ziel sei es, durch das gemeinsame Rosenkranzgebet „die Gabe des Friedens zu erflehen“.
Deutliche Mahnung gegen Krieg und Machtstreben
Bereits beim ersten weltweiten Friedensgebet am 11. April hatte Papst Leo XIV. deutliche Worte zur internationalen Lage gefunden. In seiner Ansprache warnte er vor „jenem Wahn der Allmacht, der immer unvorhersagbarer und aggressiver wird“. Zugleich kritisierte er, dass „sogar der heilige Name Gottes in Todesreden hineingezogen wird“. Der Papst stellte dabei das Gebet als Gegenentwurf zu Gewalt und Machtstreben dar. „Wer betet, ist sich der eigenen Begrenztheit bewusst, er tötet nicht und droht nicht mit dem Tod“, sagte Leo XIV. Wer hingegen aus Macht und Einfluss einen Götzen mache, „dem sich die ganze Welt beugen soll“, werde letztlich „zum Sklaven des Todes“.
Seinen Appell fasste das Kirchenoberhaupt in eindringlichen Worten zusammen: „Schluss mit der Selbstvergötzung und der Anbetung des Geldes! Schluss mit Machtandrohungen! Schluss mit dem Krieg!“ Die Aussagen fanden international große Beachtung. Mehrere US-amerikanische Bischöfe und Kardinäle griffen den Friedensaufruf in Predigten auf. Einen Tag nach dem Gebet reagierte jedoch US-Präsident Donald Trump mit scharfer Kritik an dem Papst in sozialen Netzwerken.
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Weltweite Beteiligung an Gebetsinitiative
Nach Angaben des Pro-Präfekten des Dikasteriums für Evangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, versteht der Vatikan die erneute Gebetsinitiative als „Geste der Verbundenheit“ mit allen Menschen und Ländern, die unter bewaffneten Konflikten leiden. Ziel des gemeinsamen Rosenkranzgebets sei es, „die Gabe des Friedens zu erflehen“, erklärte der Kurienerzbischof.
Das Dikasterium rief Marienwallfahrtsorte weltweit dazu auf, sich zeitgleich mit Rom an der Initiative zu beteiligen und eigene Gebetsmomente zu organisieren. Dabei sollen auch digitale Übertragungen und Online-Angebote genutzt werden, um möglichst viele Gläubige einzubeziehen.
Geplant sind öffentliche Friedensgebete unter anderem im ukrainischen Marienheiligtum Zarvanytsya sowie im Charbel-Heiligtum im Libanon. Auch die internationalen Wallfahrtsorte Lourdes, Fatima, Loreto und Medjugorje wollen sich der weltweiten Rosenkranzaktion anschließen.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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