Welt

Papst Leo XIV. ruft Jugendliche in Peru zu „heiliger Rebellion“ auf

„Keine Jugend, die im Sessel sitzen bleibt“: Mit deutlichen Worten hat Papst Leo XIV. junge Katholiken in Peru zu Mut, gesellschaftlichem Engagement und missionarischem Einsatz ermutigt. Beim Diözesanjugendtag in Cutervo sprach er von einer „heiligen Rebellion“, die aus dem Glauben heraus Hoffnung schenken soll.

A
Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Papst Leo XIV. ruft Jugendliche in Peru zu „heiliger Rebellion“ auf
(c) Screenshot | YouTube | Vatican News - Deutsch

Papst Leo XIV. hat die Jugendlichen der Territorialprälatur Chota in Peru zu mehr gesellschaftlichem Einsatz und einer lebendigen Glaubenspraxis aufgerufen. In einer Videobotschaft zum zweiten Diözesanjugendtag in Cutervo ermutigte er die jungen Teilnehmer, Gewohnheiten zu hinterfragen, Verantwortung in ihrem Umfeld zu übernehmen und sich besonders für benachteiligte Menschen einzusetzen. Unter dem Leitwort „Berufen zur Liebe, gesandt zum Dienst“ hob der Papst die Rolle der Jugend als Hoffnungsträger für Kirche und Gesellschaft hervor.

Missionare im Alltag sein

Zu Beginn seiner Videobotschaft zeigte sich Papst Leo XIV. erfreut über den zweiten Diözesanjugendtag in Cutervo und begrüßte die Teilnehmer aus allen 18 Pfarreien der Territorialprälatur Chota. Es sei „eine große Freude“, sich an die versammelten Jugendlichen wenden zu können, die zusammengekommen seien, „um den Glauben an Jesus Christus zu teilen“. Mit Blick auf das diesjährige Leitwort „Berufen zur Liebe, gesandt zum Dienst“ erinnerte er die jungen Menschen daran: „Ihr seid die Jugend Christi.“

Die Kirche brauche keine „Jugend, die im Sessel sitzen bleibt“ oder sich mit dem Gedanken zufriedengibt: „Das hat man schon immer so gemacht“, sagte er. Stattdessen rief er zu einer „heiligen Rebellion“ auf – zu einer Haltung, die aus dem Glauben heraus gesellschaftliche Missstände nicht hinnimmt, sondern Hoffnung stiftet.

Unterstützen Sie uns

Unabhängiger, katholischer Journalismus braucht Sie.

GodMag finanziert sich durch die freiwilligen Beiträge unserer Leser. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, helfen Sie uns bitte mit einer kleinen Spende, um unsere Arbeit fortzusetzen.

Die jungen Menschen sollten ihre „reine Energie“ und ihren Einsatz nutzen, um „die Realitäten des Leids in Räume der Hoffnung zu verwandeln“. Dabei verwies Leo XIV. besonders auf den missionarischen Auftrag der Jugendlichen. Sie sollten den Glauben nicht nur innerhalb der Kirche leben, sondern den „Ruf, Missionare zu sein“, in ihrem täglichen Umfeld annehmen – „in euren Schulen, an euren Universitäten, auf euren Straßen und Feldern“. Zugleich erinnerte er daran, dass christlicher Dienst vor allem den Schwächsten gelte: „Dient mit Freude, besonders den am meisten Vergessenen, denn dort findet sich das leidende Antlitz Jesu.“

Jugendtag als Ort der Begegnung

Zum Abschluss seiner Botschaft empfahl der Papst die Jugendlichen der Fürsprache der Jungfrau Maria, „unserer Frau von der Himmelfahrt“, der Patronin von Cutervo. Er wünschte den Teilnehmern einen gelungenen Jugendtag und erteilte ihnen den apostolischen Segen.

Der zweite Diözesanjugendtag in Cutervo brachte Vertreter aller 18 Pfarreien der Territorialprälatur Chota zusammen. Die Veranstaltung diente der Begegnung, Vernetzung und geistlichen Orientierung junger Katholiken in der nordperuanischen Region.


A

Über Andreas Nachbar

Redakteur / Autor bei GodMag.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus Kirche und Gesellschaft direkt in Ihr Postfach.

Völlig kostenlos. Abmeldung jederzeit mit einem Klick möglich.

Kommentare (0)

Du kannst auch als Gast kommentieren. Wir senden dir eine E-Mail zur Bestätigung; danach wird dein Kommentar von der Redaktion geprüft.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentare werden geladen...