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Papst Leo XIV. ruft zu Medienverzicht auf und erinnert an den Jahrestag des Ukraine-Kriegs

Mit eindringlichen Worten hat Papst Leo XIV. beim Angelusgebet am ersten Fastensonntag zu mehr Stille, Gebet und Nächstenliebe aufgerufen. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz in Rom mahnte er, den Medienkonsum zu reduzieren, der Stille Raum zu geben und den Mitmenschen mehr Zeit zu widmen. Mit einem Blick auf die Ukraine, wo sich der Kriegsbeginn am Dienstag zum vierten Mal jährt, fordert er mit deutlichen Worten das Schweigen der Waffen.

„Geben wir der Stille Raum“

Papst Leo XIV. rief am Sonntagmittag die Gläubigen dazu auf, in der Fastenzeit den Medienkonsum zu reduzieren. „Geben wir der Stille Raum“, sagte er und forderte dazu auf, „die Fernsehgeräte, die Radios und die Smartphones ein wenig schweigen“ zu lassen. Statt äußerer Ablenkung solle die Besinnung auf Gott und den Mitmenschen treten: „Betrachten wir das Wort Gottes, empfangen wir die Sakramente“ und „hören wir einander zu, in unseren Familien, an unseren Arbeitsplätzen, in unseren Gemeinschaften.“

Zugleich mahnte er zu konkreter Nächstenliebe. Man solle die Zeit „denen widmen, die allein sind, insbesondere den Älteren, den Armen, den Kranken“ und „auf das Überflüssige verzichten“ sowie das Ersparte mit Bedürftigen teilen. Die Fastenzeit bezeichnete der Papst als „Weg des Lichts“, auf dem Christen „durch Gebet, Fasten und Almosen“ ihre Zusammenarbeit mit Gott erneuern könnten. Zwar sei dies „ein anspruchsvoller Pfad“, doch wer ihn nicht gehe, bleibe „unzufrieden, unruhig und leer zurück“. Deshalb rief Leo XIV. ausdrücklich zu „Umkehr und Buße“ auf.

Weiter betonte Leo XIV., dass die Buße uns zwar unsere Grenzen aufzeige, uns zugleich aber die Kraft schenke, diese mit Gottes Hilfe zu überwinden. Gerade darin eröffne sich die Chance zu einer vertieften Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen. Die Fastenzeit sei deshalb eine besondere „Zeit der Gnade“, in der Buße bewusst und großzügig gelebt werden solle – getragen vom Gebet und konkretisiert in Werken der Barmherzigkeit.

„Lasst die Waffen schweigen“: Papst Leo XIV. mahnt zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs

Im Anschluss blickte er auf den traurigen Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022. In diesem Zusammenhang erinnerte Leo XIV. an das anhaltende Leid des Krieges. Sein Herz, so der Pontifex, sei weiterhin bei der „dramatischen Situation“, die allen vor Augen stehe.

Außerdem beklagte er mit eindringlichen Worten die Folgen des Konflikts: unzählige Opfer, zerstörte Leben und Familien sowie ein kaum fassbares Ausmaß an Verwüstung und Leid. Jeder Krieg, so der Papst, sei eine Wunde für die gesamte Menschheitsfamilie – er bringe Tod und Zerstörung und hinterlasse einen Schmerz, der noch Generationen präge.

Leo, der den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schon mehrfach empfangen hat, erneuerte seinen ausdrücklichen Appell nach einem Waffenstillstand. Der Frieden sei ein dringendes Bedürfnis, das sich in verantwortungsvollen Entscheidungen niederschlagen müsse. „Lasst die Waffen schweigen! Hört auf mit den Bombardierungen!“, so der Aufruf des Papstes. Darüber hinaus müsse der Dialog verstärkt werden, um den Weg zum Frieden zu ebnen. „Ich lade alle ein, sich im Gebet für das leidgeprüfte ukrainische Volk und für alle, die unter diesem Krieg und allen Konflikten in der Welt leiden, zu vereinen, damit das lang ersehnte Geschenk des Friedens über unseren Tagen erstrahlen möge.“

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1 Kommentar

  1. Wenn ich ehrlich bin schaue ich kaum noch Fernseh oder Nachrichten Generell.
    Alles ist voll mit Krieg und Negativen Themen… Damals als der Krieg 2022 anfing, weiß ich noch genau wielange ich immer vor dem Fernseh saß und es nicht glauben konnte was da passiert.

    Ich schätze wir müssen im hier und jetzt Leben um es genießen zu können.

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