Welt

Papst Leo XIV. trauert um Opfer der Flutkatastrophe in Nepal

Die Suche nach Vermissten nach der schweren Sturzflut in Nepal läuft unter schwierigsten Bedingungen weiter. Schlamm, neue Regenfälle und die Gefahr weiterer Überschwemmungen erschweren die Rettungsarbeiten. Während die Zahl der Opfer steigt, richten Papst Leo XIV. und Bischof Heiner Wilmer den Blick auf die Betroffenen und Helfer.

A
Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Papst Leo XIV. trauert um Opfer der Flutkatastrophe in Nepal
(c) Screenshot | YouTube | Tagesschau

Papst Leo XIV. hat seine tiefe Anteilnahme angesichts der verheerenden Sturzfluten in Nepal bekundet. Hunderte Menschen kamen bei der Naturkatastrophe im Himalaya ums Leben. Nach Angaben der nepalesischen Behörden werden noch rund 2.500 Personen vermisst. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, rief zum Gebet für die Opfer, ihre Angehörigen und die Rettungskräfte auf.

Rettungsarbeiten durch Schlamm und Regen erschwert

Während die Anteilnahme an den Opfern der Flutkatastrophe wächst, kämpfen die Rettungskräfte im nepalesisch-chinesischen Grenzgebiet weiterhin mit schwierigen Bedingungen. Erneute Regenfälle und gewaltige Schlammmassen behindern die Suche nach Vermissten und erschweren den Einsatz von Hubschraubern. Besonders der abgelagerte Schlamm stelle die Helfer vor große Herausforderungen, sagte ein Sprecher der nepalesischen Armee.

Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde waren zuletzt 14 Rettungshubschrauber im Einsatz. Bis Freitagabend konnten demnach mehr als 4.400 Menschen gerettet werden. Unter den Geretteten waren nach offiziellen Angaben vom Samstagvormittag auch 149 Ausländer.

Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf 623 gestiegen. Allein in Nepal wurden zahlreiche Leichen weit entfernt vom eigentlichen Katastrophengebiet im Bezirk Chitwan entdeckt. Insgesamt werden nach Angaben der Behörden in Nepal und China mehr als 2.500 Menschen vermisst.

Unterstützen Sie uns

Unabhängiger, katholischer Journalismus braucht Sie.

GodMag finanziert sich durch die freiwilligen Beiträge unserer Leser. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, helfen Sie uns bitte mit einer kleinen Spende, um unsere Arbeit fortzusetzen.

Unterdessen bleibt die Gefahr weiterer Überschwemmungen bestehen. Oberhalb der chinesischen Stadt Gyirong hat sich infolge der Flut ein See aufgestaut. Ein Durchbruch des aus Schlamm und Geröll entstandenen Damms könnte eine weitere Flutwelle auslösen. Nach Einschätzung eines chinesischen Erkundungsteams hat sich die Situation jedoch zuletzt etwas entspannt, da das Wasser inzwischen auf natürlichem Weg aus dem See abfließt.

Anteilnahme aus Rom und Deutschland

Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe haben auch die katholische Kirche und ihre Vertreter den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Papst Leo XIV. ließ in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin veröffentlichten Telegramm den Hinterbliebenen sein „tief empfundenes Beileid“ ausrichten und versicherte den Betroffenen seine „geistliche Nähe“. Zugleich bete der Papst für die Einsatzkräfte, die sich an den laufenden Rettungsarbeiten beteiligten, und erbitte für alle Betroffenen „göttliche Hilfe und Schutz“.

Auch Bischof Wilmer, zeigte sich tief betroffen. Die Nachrichten und Bilder aus Nepal erfüllten ihn mit „großer Bestürzung“, erklärte der Bischof von Münster. Seine Gedanken und Gebete gälten den Menschen, die bei der Katastrophe ihr Leben verloren hätten, ihren Angehörigen und allen, die um das Schicksal der Vermissten bangten. Wilmer würdigte zudem den Einsatz der Rettungskräfte, die „unter schwierigsten Bedingungen“ versuchten, Menschenleben zu retten und Hilfe zu leisten.


A

Über Andreas Nachbar

Redakteur / Autor bei GodMag.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus Kirche und Gesellschaft direkt in Ihr Postfach.

Völlig kostenlos. Abmeldung jederzeit mit einem Klick möglich.

Kommentare (0)

Du kannst auch als Gast kommentieren. Wir senden dir eine E-Mail zur Bestätigung; danach wird dein Kommentar von der Redaktion geprüft.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentare werden geladen...

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand – melden Sie sich für unseren Newsletter an