Papst Leo XIV. verbringt Sommerpause in Castel Gandolfo: Zeit für Ruhe, Gebet und Sport
In Castel Gandolfo beginnt für Papst Leo XIV. eine besondere Sommerzeit zwischen Rückzug und Begegnung. Während er seine Amtsgeschäfte pausieren lässt, sucht er im traditionsreichen Sommersitz Ruhe, Gebet und neue Kraft.

Papst Leo XIV. hat seine Sommerpause in Castel Gandolfo begonnen. Bis Ende Juli zieht sich das Kirchenoberhaupt in den traditionellen Sommersitz der Päpste zurück, um sich zu erholen. Während Audienzen ausgesetzt sind, will der Papst die Zeit für Ruhe, Gebet und Lektüre nutzen – und nach eigenen Worten auch für etwas Sport. Das sonntäglichen Mittagsgebet wird er weiterhin öffentlich auf der Piazza della Libertà halten und stellte zudem vereinzelte Begegnungen mit Gläubigen in Aussicht.
Sommerpause in Castel Gandolfo
Papst Leo XIV. hat sich am Sonntagnachmittag zu einer „Zeit der Erholung“ in den Apostolischen Palast von Castel Gandolfo begeben. Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, wird das Kirchenoberhaupt dort bis Montag, den 27. Juli 2026, bleiben. In dieser Zeit sind „sämtliche Generalaudienzen, persönliche Audienzen und Sonderaudienzen ausgesetzt“. Das mittägliche Angelus-Gebet am Sonntag soll der Papst jedoch weiterhin öffentlich auf der Piazza della Libertà in Castel Gandolfo halten.
Der traditionelle Sommersitz in den Albaner Bergen nahe Rom liegt höher und dadurch klimatisch kühler als die Hauptstadt und ist seit vielen Jahrhunderten der Rückzugsort der Päpste. Während Papst Franziskus (2013–2025) den Sommer im Vatikan verbrachte und den Komplex zwischenzeitlich zu einem Museum umgestalten ließ, knüpft Leo XIV. wieder an die frühere Tradition an und nutzt Castel Gandolfo für seine Sommeraufenthalte.
Begrüßung der Gläubigen: „Ruhe, Gebet, Lektüre und ein wenig Sport“
Nach seiner Ankunft in Castel Gandolfo hat sich Papst Leo XIV. vom Balkon des Apostolischen Palastes aus an die auf dem Hauptplatz versammelten Gläubigen gewandt. Von zahlreichen Menschen begrüßt, eröffnete er seinen Gruß mit den Worten: „Guten Abend, guten Abend, Castel Gandolfo!“ Der Papst zeigte sich erfreut über seinen Aufenthalt in der traditionsreichen Sommerresidenz und sprach von einer Zeit, die er für „ein wenig Ruhe, ein wenig Gebet, ein wenig Lektüre“ nutzen wolle – und hoffentlich auch für „ein wenig Sport“.
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Zugleich dankte er den Anwesenden für den herzlichen Empfang: „Danke für den Empfang, danke, dass ihr Brüder und Schwestern seid“, sagte Leo XIV. und versicherte ihnen sein Gebet, besonders während der kommenden Wochen: „Möge Gott euch stets begleiten!“
Vor der Menge, die ihn mit Applaus und „Willkommen“-Rufen begrüßte, spendete der Papst den Segen und erinnerte daran, dass er den Angelus weiterhin sonntags in Castel Gandolfo beten werde. Dabei stellte er auch vereinzelte persönliche Begegnungen in Aussicht: Vielleicht werde es „den einen oder anderen Moment“ des Austauschs geben.
Zum Abschluss richtete Leo XIV. noch einen besonderen Gruß an die Pfarrei San Tommaso di Villanova, in der er im Vorjahr eine Messe gefeiert hatte. Gemeinsam mit den Anwesenden betete er schließlich das Vaterunser und erteilte den Segen für sie und ihre Familien.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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