Papst Leo XIV. vergibt erstmals Nachhaltigkeitsmedaille
Eine neue päpstliche Auszeichnung rückt Nachhaltigkeit als Zusammenspiel von Umweltschutz, sozialer Verantwortung und menschlicher Entwicklung in den Mittelpunkt. Die erste „Papst-Leo-XIV.-Medaille für Nachhaltigkeit“ soll im Herbst an eine Person verliehen werden, deren Engagement über rein technische Lösungen hinausgeht.

Papst Leo XIV. wird im Oktober erstmals eine nach ihm benannte Auszeichnung für Nachhaltigkeit verleihen. Die von der US-amerikanischen Villanova University initiierte „Papst-Leo-XIV.-Medaille für Nachhaltigkeit“ soll Menschen würdigen, die sich für eine ganzheitliche Verbindung von Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen einsetzen. Die Preisvergabe findet im Rahmen einer internationalen Nachhaltigkeitskonferenz in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo statt.
Erste Verleihung der Nachhaltigkeitsmedaille
Die vom Augustinerorden getragene Villanova University stiftet erstmals die „Papst-Leo-XIV.-Medaille für Nachhaltigkeit“. Die Auszeichnung geht auf die enge Verbindung der Universität mit dem heutigen Papst zurück: Robert F. Prevost, der als Leo XIV. das Oberhaupt der katholischen Kirche ist, studierte dort Mathematik.
Die Gestaltung der Medaille verweist klar auf ihren Namensgeber: Die Vorderseite zeigt das offizielle Porträt von Papst Leo XIV., die Rückseite trägt sein Wappen und sein päpstliches Motto „In Illo uno unum“ – „In dem Einen (Christus) sind wir eins“.
Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre von der Villanova University verliehen werden. Neben der Medaille können Teilnehmer der Konferenz auch eigene Nachhaltigkeitsprojekte in Form von Kurzvorträgen oder Posterpräsentationen vorstellen.
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Bekanntgabe des Preisträgers im September
Die Auszeichnung richtet sich an Personen, „deren Arbeit eine ganzheitliche Vision von Nachhaltigkeit verkörpert“, erklärte die Hochschule. Dabei gehe es nicht allein um messbare Umweltziele, sondern um die Verbindung von Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit, der Unterstützung schutzbedürftiger Menschen und einem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen sowie wirtschaftlichen Ressourcen.
Die Preisträger können aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen. Entscheidend sei ihr Beitrag „zur Förderung einer nachhaltigeren und gerechteren Welt“. Vorschläge für die erste Vergabe können noch bis zum 31. Juli eingereicht werden. Gesucht werden daher Beiträge, die Nachhaltigkeit in einem umfassenden gesellschaftlichen Zusammenhang betrachten.
Der Name der ersten ausgezeichneten Person soll im September bekanntgegeben werden. Die Übergabe der Medaille erfolgt im Rahmen einer internationalen Nachhaltigkeitskonferenz vom 12. bis 15. Oktober. Rund 300 Wissenschaftler, Vertreter der Kirche, Stiftungen sowie Verantwortliche aus dem öffentlichen und privaten Sektor werden dort über konkrete Wege zu mehr Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit beraten.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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