Papst ruft Jugendliche in Medjugorje zur Rückkehr zum Gebet auf
Beim internationalen Jugendfestival Mladifest in Medjugorje hat Papst Leo XIV. junge Menschen dazu aufgerufen, den Glauben bewusst zu vertiefen und Christus in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. In seiner Botschaft wirbt er für Gebet, die Sakramente und die Offenheit gegenüber dem Wirken des Heiligen Geistes.
Mit einem eindringlichen Appell zur Wiederentdeckung des Gebets hat sich Papst Leo XIV. an die Teilnehmer des internationalen Jugendfestivals Mladifest im bosnisch-herzegowinischen Marienwallfahrtsort Medjugorje gewandt. In einer zum Auftakt der Veranstaltung verlesenen Botschaft ermutigt er junge Menschen, Christus als Quelle von Hoffnung und Freude neu zu begegnen und sich vom Heiligen Geist auf ihrem Glaubensweg leiten zu lassen.
Positive Früchte, keine Anerkennung der Erscheinungen
Der Vatikan würdigte 2024 die mit Medjugorje verbundenen geistlichen Früchte und erkannte die dortige Marienverehrung sowie die „positiven seelsorgerischen Effekte“ des Wallfahrtsortes an. In der Note „Die Königin des Friedens“ betonte er zugleich, dass die dort verbreiteten Botschaften nicht als lehramtliche Aussagen zu verstehen seien und stets im Licht des Evangeliums auszulegen seien. Zur Echtheit der berichteten Marienerscheinungen nahm der Heilige Stuhl weiterhin keine Stellung.
Zur Quelle zurückkehren
Die von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete Botschaft wurde bei der Eröffnungsmesse des Mladifestes vom Apostolischen Visitator für die Pfarrei Medjugorje, Erzbischof Aldo Cavalli, verlesen. Darin lädt Papst Leo XIV. die jungen Teilnehmer ein, „zur Quelle des Glaubens“, Jesus Christus, zurückzukehren.
Die persönliche Begegnung mit Christus sei der Weg zu neuer Hoffnung und Freude. Die „Schönheit der persönlichen Begegnung mit dem Herrn, die jedes Herz stillt und die Kraft schenkt, immer wieder neu anzufangen“, könne durch das Gebet, das Hören auf das Wort Gottes und den Empfang der Sakramente neu entdeckt werden, heißt es in der Botschaft.
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Zugleich ermutigt der Papst die Jugendlichen, „aufrichtig nach der Wahrheit [zu] suchen, die frei macht“, und sich nicht von den „Illusionen eines vergänglichen Glücks“ täuschen zu lassen. Auch Zweifel und innere Unruhe könnten in der Nachfolge Jesu zu einer Chance werden: Selbst die schwierigsten Fragen des Lebens ließen sich als Gelegenheit zur Unterscheidung und zum Wachstum im Glauben verstehen.
Vom Geist leiten lassen
Papst Leo XIV. rief die Teilnehmer des Mladifestes dazu auf, sich vom Heiligen Geist führen zu lassen und sich der Fürsprache der Jungfrau Maria, der „Mutter der Kirche“, anzuvertrauen. Ziel sei es, zu „leuchtenden Zeugen des Evangeliums“, zu Förderern der Geschwisterlichkeit und zu „Friedensstiftern in der Gesellschaft“ zu werden. Zum Abschluss seiner Botschaft erteilte der Papst den Jugendlichen seinen Apostolischen Segen.
Das Mladifest findet heuer vom 1. bis 6. August in Medjugorje statt. Das 1989 gegründete Jugendfestival zählt mit jährlich mehreren zehntausend Teilnehmern aus aller Welt zu den größten regelmäßig stattfindenden Jugendveranstaltungen der katholischen Kirche. Auf dem Programm stehen Gottesdienste, Gebetszeiten, Katechesen, Prozessionen, eucharistische Anbetung sowie musikalische und kulturelle Beiträge.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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