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Suizidbeihilfe in Frankreich: Bischöfe gegen Reform der Sterbehilfe

Die französischen Bischöfe wenden sich in der Debatte um die Suizidbeihilfe in Frankreich entschieden gegen das geplante Gesetz von Präsident Emmanuel Macron. Mit einem klaren Schritt und einer öffentlichen Kampagne

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Suizidbeihilfe in Frankreich: Bischöfe gegen Reform der Sterbehilfe
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ Triggermouse - pixabay user_id:19438543

Die französischen Bischöfe wenden sich in der Debatte um die Suizidbeihilfe in Frankreich entschieden gegen das geplante Gesetz von Präsident Emmanuel Macron. Mit einem klaren Schritt und einer öffentlichen Kampagne forderten sie alle Katholiken auf, sich an ihre Abgeordneten zu wenden, die über den Gesetzentwurf abstimmen sollen, berichtet die Nachrichtenagentur UCA News. Suizidbeihilfe sei „keine Wahl der Brüderlichkeit oder Würde, sondern der Verlassenheit und der Verweigerung von Hilfe bis zum Ende“, betonen die Bischöfe. Sie rufen dazu auf, nicht zu schweigen: „Sagen wir Nein zur Legalisierung von Euthanasie und assistiertem Suizid.“

Gesetzesvorlage zur Suizidbeihilfe in Frankreich aufgeteilt

Das Gesetz, das die Bischöfe als eines der liberalsten der Welt beschreiben, bedrohe die Schwächsten und stelle die menschliche Würde infrage, warnen sie eindringlich. Nachdem im vergangenen Jahr ein erster Gesetzentwurf zum „Ende des Lebens“ aufgrund der Auflösung des Parlaments nicht verabschiedet werden konnte, setzte Macron eine neue Abstimmung über den Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe für den heutigen Dienstag in der Nationalversammlung an. Der Entwurf, der am 17. Mai überarbeitet wurde, vermeidet bewusst Begriffe wie „Euthanasie“ und „Selbstmord“, die als gesellschaftlich problematisch gelten.

Bereits einen Tag später reagierten kirchliche Kreise: In Pfarreien im ganzen Land wurden während der Sonntagsmessen Flugblätter und Plakate verteilt – begleitet von einer koordinierten Kampagne über die Social-Media-Kanäle von Diözesen und Gemeinden.

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Ein Vorschlag des neuen Premierministers und Katholiken François Bayrou sieht vor, den Entwurf aufzuteilen, sodass die Palliativmedizin eine größere Rolle spielt. Der ergänzende Gesetzentwurf, der jedem Patienten Zugang zu ärztlichem Beistand am Lebensende garantieren soll, erhält breite Zustimmung im Parlament. Dennoch sorgt der Gesetzentwurf zur Legalisierung der Sterbehilfe weiterhin für tiefe Spaltungen – sowohl innerhalb der Parteien als auch in der französischen Gesellschaft.

Einigkeit unter den großen Religionsgemeinschaften

Schon beim vorherigen Gesetzentwurf hatten sich die französischen Bischöfe klar gegen eine Reform der Sterbehilfe positioniert. In den letzten Wochen intensivierten sie ihre Bemühungen und ihre Appelle an die Abgeordneten. Der scheidende Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Éric de Moulins-Beaufort, Erzbischof von Reims, hatte zu Beginn des Monats auf eine Äußerung von Präsident Macron reagiert, der die Sterbehilfe als das „geringere Übel“ bezeichnet hatte.

Moulins-Beaufort betonte: „Sterbehilfe ist einfach der Tod. Töten kann nicht die Wahl der Brüderlichkeit oder der Würde sein. Es ist die Wahl der Verlassenheit und der Verweigerung von Hilfe bis zum Ende.“ Eine Legalisierung belaste vor allem die verletzlichsten und einsamsten Mitglieder der Gesellschaft. Unterstützung erhält er von seinem Amtskollegen, dem Erzbischof von Lyon, Olivier de Germay. Dieser forderte „Politiker, die den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen“, dazu auf, einer „Pseudo-Solidarität“ eine klare Absage zu erteilen.

Die großen Religionsgemeinschaften Frankreichs sind sich in dieser Frage einig: In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die katholischen, jüdischen, muslimischen, orthodoxen, protestantischen und buddhistischen Oberhäupter ihre Unterstützung für die Position der französischen Bischöfe. In der Mitteilung warnten sie vor einem möglichen „schwerwiegenden Missbrauch“ und verurteilten die Einführung des Gesetzes als Schritt mit tiefgreifenden, radikalen Konsequenzen.

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