Regional

Versuchte Brandstiftung beim Gottesdienst für Erstklässler: Fünf Fälle in Haar

Während eines Gottesdienstes für Erstklässler warfen Unbekannte brennende Pyrotechnik in eine Kirche in Haar bei München. Es war einer von fünf Vorfällen an einem Nachmittag.

A
Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Versuchte Brandstiftung beim Gottesdienst für Erstklässler: Fünf Fälle in Haar
(c) Wikimedia Commons - Public Domain

Fünf Fälle versuchter schwerer Brandstiftung versetzten Haar bei München am Montagnachmittag in Alarmbereitschaft. Auch eine Kirche, in der gerade ein Eröffnungsgottesdienst für Erstklässler stattfand, war davon betroffen. Unbekannte warfen brennende Pyrotechnik in den Eingangsbereich des Gotteshauses. Aufmerksame Gottesdienstbesucher bemerkten den Rauch rechtzeitig und verhinderten Schlimmeres. Verletzt wurde niemand. Das Motiv und die Zahl der Täter sind bislang unklar.

Brennende Fackel in Kirche geworfen

Gerade als der Pastoralreferent mit den Kindern das Eingangslied angestimmt hatte, legten Unbekannte im Eingangsbereich der Kirche gegen 17.00 Uhr einen brennenden Gegenstand ab. Dabei handelte es sich um ein bengalisches Feuer, wie es etwa bei Fußballspielen häufig auf den Tribünen zu sehen ist. Die Täter entfernten sich anschließend.

Mehrere Gottesdienstbesucher bemerkten den Rauchgeruch. Väter, die in den hinteren Reihen saßen, reagierten sofort, nahmen die brennende Fackel an sich und warfen sie in den nahegelegenen Jagdfeldsee. Nachdem die Gefahr beseitigt war, wurden die Fenster geöffnet, um die Kirche zu lüften. Verletzt wurde niemand. Der Vorfall war nach Angaben der Polizei der vierte von insgesamt fünf Fällen versuchter schwerer Brandstiftung, die sich am Montagnachmittag in Haar ereigneten.

Fünf Brandstiftungsversuche innerhalb kurzer Zeit

Die Serie begann um 16.30 Uhr mit einem Vorfall an einer Erdgeschosswohnung. Auch dort wurde ein „brennender pyrotechnischer Gegenstand“ in den Eingangsbereich geworfen, der jedoch schnell gelöscht werden konnte.

Kurz darauf entdeckten drei Menschen auf einem Balkon eine brennende Pyrotechnik. Der Gegenstand war laut Polizei „in einen Spalt zwischen dem Balkon und der Hauswand gesteckt und entzündet“ worden.Eine 23-Jährige und zwei 17-Jährige beobachteten dies vom Balkon und löschten den ausgebrannten Gegenstand später mit Wasser.

Unterstützen Sie uns

Unabhängiger, katholischer Journalismus braucht Sie.

GodMag finanziert sich durch die freiwilligen Beiträge unserer Leser. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, helfen Sie uns bitte mit einer kleinen Spende, um unsere Arbeit fortzusetzen.

Bei einem weiteren Vorfall warfen ein oder mehrere Täter um 16.50 Uhr einen Feuerwerkskörper durch eine geöffnete Balkontür in eine Wohnung. Die 56-jährige Bewohnerin bemerkte ihn und warf ihn nach draußen auf den Gehweg.

Der fünfte Fall ereignete sich nach dem Angriff auf die Kirche gegen 17.15 Uhr in einem Geschäft am Jagdfeldring. Ein Unbekannter schleuderte brennende Pyrotechnik durch die offene Hintertür in den Verkaufsraum. Zu diesem Zeitpunkt befand sich dort der 28-jährige Geschäftsführer. Zeugen beobachteten anschließend einen Verdächtigen, der auf einem Fahrrad davonfuhr.

Insgesamt entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden im niedrigen vierstelligen Bereich. Wer hinter den fünf Vorfällen steckt und welches Motiv dahintersteht, ist bislang unklar. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, konnte die Polizei ebenfalls noch nicht feststellen. Einen Verdächtigen beschrieben Zeugen als etwa 14-jährigen Jungen mit kurzen schwarzen Haaren, schwarzem Hemd und dunkler Hose.


A

Über Andreas Nachbar

Redakteur / Autor bei GodMag.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus Kirche und Gesellschaft direkt in Ihr Postfach.

Völlig kostenlos. Abmeldung jederzeit mit einem Klick möglich.

Kommentare (0)

Du kannst auch als Gast kommentieren. Wir senden dir eine E-Mail zur Bestätigung; danach wird dein Kommentar von der Redaktion geprüft.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentare werden geladen...

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand – melden Sie sich für unseren Newsletter an