Regional

Weihbischof Holtkotte ruft vor Landtagswahlen zu Einsatz für Menschenwürde auf

Zwischen Migration, Klimaschutz und Sozialpolitik sieht Weihbischof Josef Holtkotte eine zentrale christliche Verantwortung: Bei der Wahlentscheidung dürfe die Würde des Menschen nicht aus dem Blick geraten. Er warnt vor Vorurteilen, Ausgrenzung und einer zunehmend polarisierten Debatte.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Weihbischof Holtkotte ruft vor Landtagswahlen zu Einsatz für Menschenwürde auf
(c) Screenshot | YouTube | Katholische Kirche Unna-Fröndenberg-Holzwickede

Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen hat der Paderborner Weihbischof Josef Holtkotte zu einem entschiedenen Eintreten für die Würde jedes Menschen aufgerufen. Angesichts von Ängsten, Sorgen und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung warb er für Respekt, offene Debatten und eine gewissenhafte Wahlentscheidung.

Holtkotte warnt vor Ausgrenzung und Vorurteilen

Der Paderborner Weihbischof Josef Holtkotte mahnt angesichts gesellschaftlicher Ängste und Spannungen zu einem bewussten Blick auf die Würde jedes Einzelnen. „Ihre Achtung ist nicht selbstverständlich“, schreibt er in einem auf der Internetseite des Erzbistums Paderborn veröffentlichten Beitrag.

Für Christen gründe die Menschenwürde in der „Gotteskindschaft jedes Menschen“. Gottes- und Nächstenliebe seien deshalb untrennbar miteinander verbunden. Wer anderen mit Achtung und Respekt begegne, sehe „mit den Augen Jesu“ auf den Mitmenschen und die Welt. Dieser Perspektivwechsel könne dazu beitragen, „unser Miteinander und die Schöpfung ein Stück besser zu machen“.

Zugleich ruft Holtkotte dazu auf, Vorurteile und Abwehrhaltungen kritisch zu hinterfragen. Der Blick solle sich „hin auf unseren Mitmenschen in seiner Würde“ richten. Es gelte, genauer hinzusehen, bevor man sich ein Urteil bilde oder „einer Partei unsere Stimme“ gebe, „die Ausgrenzung proklamiert und damit wider die Menschenwürde handelt“.

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Debatte mit gegenseitigem Respekt

Weiter warnt Weihbischof Holtkotte davor, gesellschaftliche Auseinandersetzungen allein mit scharfer Kritik zu führen. „Lautstarke Kritik“ reiche nicht aus, um den Stimmen etwas entgegenzusetzen, die christlichen Werten widersprächen. Stattdessen brauche es „Überzeugung durch Argumente“ sowie ein offenes Ohr für die „Sorgen, Nöte und Unzufriedenheiten der Menschen“.

Holtkotte wirbt zugleich für eine aktive Beteiligung an den Debatten über Themen wie Migration, Klimaschutz, Sozialpolitik, Bildung und Generationengerechtigkeit. Grundlage müsse dabei stets „Achtsamkeit und Respekt jedem Menschen gegenüber“ sein.

Mit Blick auf die anstehenden Wahlen unterstreicht der Weihbischof die Bedeutung einer verantwortungsvollen Entscheidung. „Die Würde eines jeden Menschen ist nicht verhandelbar“, betont er. Verachtung und Verleugnung eines Menschen dürften aus christlicher Sicht keinen Platz in der Gesellschaft haben. Es gehe vielmehr um „Fundamentales und Grundsätzliches“. Deshalb müsse sich jeder seiner „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ bewusst sein – und entsprechend eine „reife, gewissenhafte Wahlentscheidung“ treffen.


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