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Wilmer würdigt Woelki zum 70. Geburtstag: „Es ging ihm stets um die Begegnung mit Christus“

Zum 70. Geburtstag von Kardinal Rainer Maria Woelki blickt Bischof Heiner Wilmer auf dessen Wirken zurück. Er würdigt Woelkis Einsatz für Bedürftige, Geflüchtete und das Heilige Land – und gibt Einblicke in das, was ihn als Bischof prägt.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Wilmer würdigt Woelki zum 70. Geburtstag: „Es ging ihm stets um die Begegnung mit Christus“
(c) Wikimedia Commons - Raimond Spekking - CC BY-SA 4.0

Zum 70. Geburtstag des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki am kommenden Dienstag hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer SCJ, dessen kirchliches Wirken gewürdigt. In einem Beitrag für die Kirchenzeitung der Erzdiözese Köln hob der Münsteraner Bischof besonders Woelkis Einsatz für bezahlbaren Wohnraum, Geflüchtete und die Menschen im Heiligen Land sowie sein Engagement für die kirchliche Erneuerung hervor. Zugleich dankte Wilmer dem Kardinal für seine Arbeit in der Deutschen Bischofskonferenz.

„Wir sind Zeugen“: Woelkis Einsatz für Menschen

„Wir sind Zeugen“ – der bischöfliche Wahlspruch von Kardinal Rainer Maria Woelki ist für ihn zu einer Art Lebensprogramm geworden. Als „Zeuge Christi“ wolle er nach den Worten von Bischof Heiner Wilmer SCJ nicht „in den eigenen Mauern bleiben“, sondern „bei und mit den Menschen unterwegs sein“. Dieses Zeugnis, so Wilmer, zeige sich auch im konkreten Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Besonders hebt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zwei Schwerpunkte in Woelkis Wirken hervor: den Einsatz für gerechten Wohnraum und sein Engagement für Geflüchtete. Gerade in einer Millionenstadt wie Köln stelle sich für die Kirche die Frage, „aktiv an dieser Wohnraumvermittlung für Bedürftige mitzuwirken, Wohnraum bereitzustellen und auch unkonventionelle Wege der Hilfe zu gehen“.

Auch Woelkis Engagement für Geflüchtete würdigt Wilmer ausdrücklich. Als Beispiel erinnert er an einen Fronleichnamsgottesdienst, bei dem ein vor der europäischen Küste gekentertes Flüchtlingsboot als Mahnmal und Altar diente. Die Verbindung zwischen dem „Opfer Christi“ und den Menschen, die „ungerecht“ zu Opfern geworden seien, zeige die Spannung, „in der Kirche ihren Dienst tut“.

Woelkis Engagement im Heiligen Land

Ebenso würdigte Bischof Wilmer den Einsatz Woelkis im Heiligen Land. Als Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande stelle sich der Kardinal die Frage, „wo können wir heute den Menschen helfen, auf die keiner schaut?“

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Wilmer verweist auf Woelkis regelmäßige Reisen in die Region. Auf beiden Seiten des Jordans setze er sich dafür ein, „etwas von der Solidarität der Kirche in Deutschland“ zu vermitteln. Das Heilige Land sei weiterhin von Hass und Gewalt erschüttert und hoffe auf Frieden, der derzeit jedoch „nicht in greifbarer Nähe“ sei.

Evangelium verkünden

In einem weiteren Punkt bescheinigt Bischof Wilmer dem Kölner Kardinal eine klare Haltung in der kirchlichen Entwicklung. Woelki wolle „im Hier und Jetzt das Evangelium verkünden“ und setze mit dem Kongress „kommt & seht“ eigene Akzente. Bei der Frage nach einer synodalen Kirche scheue er zudem „nicht die Auseinandersetzung“.

Zum 70. Geburtstag dankt Wilmer Woelki auch für dessen Engagement in der Deutschen Bischofskonferenz. Als Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Kultur sowie in der arbeitsrechtlichen Kommission habe er „wichtige Impulse gesetzt“ und damit einen wertvollen Beitrag zur Arbeit der Bischofskonferenz geleistet.


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Redakteur / Autor bei GodMag.

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