Mit einem eindringlichen Appell hat Papst Leo XIV. künftige Priester davor gewarnt, Gottes Gegenwart im Alltag zu verdrängen. Bei einer Ansprache im Vatikan betonte er, dass eine „übernatürliche Sicht“ auf die Wirklichkeit unverzichtbar sei. Dabei warnte er mit einem Zitat des britischen Autors Gilbert K. Chesterton: „Nehmt das Übernatürliche weg, und ihr werdet nicht das Natürliche finden, sondern das Unnatürliche.“
Leben aus der Gottesbeziehung als unverzichtbare Grundlage
Vor spanischen Seminaristen mahnte der Papst, der übernatürliche Blick auf die Wirklichkeit wirke oft im Verborgenen und werde deshalb leicht als selbstverständlich hingenommen. Doch gerade diese innere Ausrichtung sei entscheidend: Der Mensch sei nicht dafür geschaffen, in sich selbst eingeschlossen zu leben, sondern in einer lebendigen Beziehung zu Gott. Werde diese Beziehung verdunkelt oder geschwächt, gerate das Leben aus dem inneren Gleichgewicht.
„Unnatürlich“ beginne dabei nicht erst im Skandalösen, so der Papst weiter. Es reiche bereits, Gott im Alltag an den Rand zu drängen und Entscheidungen so zu treffen, als spiele seine Gegenwart keine Rolle.
Mit Nachdruck wandte sich Papst Leo XIV. besonders an Seminaristen und Priester. Für sie sei die Gefahr groß, sich an religiöse Sprache und Rituale zu gewöhnen, ohne innerlich aus der Beziehung zu Gott zu leben. „Was könnte unnatürlicher sein als ein Seminarist oder Priester, der mit Vertrautheit von Gott spricht, innerlich aber lebt, als existiere seine Gegenwart nur auf der Ebene der Worte?“, warf Leo hinterfragend in den Raum. Nichts sei riskanter, als sich an das Göttliche zu gewöhnen, „ohne von Gott zu leben.“
Ein übernatürlicher Blick bedeute dabei keine Weltflucht, sondern schärfe den Blick für Gottes Wirken im konkreten Alltag. Gerade wer später „in persona Christi“ handle, müsse diese Haltung früh einüben, weil sie Studium, Gebet und Gemeinschaft erst ihren inneren Zusammenhang gebe. Ohne diese geistliche Verwurzelung drohten selbst zentrale Elemente der Ausbildung zur bloßen Pflichterfüllung zu werden. Als praktischen Weg empfahl der Papst die „Übung der Gegenwart Gottes“ – eine Haltung, die das Herz wach und aufmerksam halte.
Priesterseminare als Hoffnungszeichen – Gottesbeziehung im Zentrum der Ausbildung
Die Grundlage jeder Priesterausbildung müsse eine lebendige Gottesbeziehung sein, betonte Papst Leo XIV. Entscheidend sei, bei Gott zu bleiben und sich innerlich von ihm formen zu lassen. Es gehe darum, Gottes Wirken im eigenen Leben und im Leben des Volkes Gottes wahrzunehmen. Psychologische Begleitung und moderne Ausbildungsinstrumente seien zwar wichtig und hilfreich, könnten jedoch die persönliche Beziehung zu Gott nicht ersetzen.
Welche zentrale Rolle er den Priesterseminaren zuschreibt, machte der Papst bereits zu Beginn seiner Ansprache deutlich. So bezeichnete er die Seminare als „Zeichen der Hoffnung für die Kirche.“
Helfen Sie mit!
Papst Leo XIV. hebt in seiner Ansprache hervor, wie wichtig eine Priesterausbildung ist, die Seminaristen lehrt, in einer lebendigen Beziehung zu Gott zu leben. Nur so können sie ihre Berufung wirklich entfalten und zu Wegweisern für andere werden.
Mit Ihrer Unterstützung können junge Seminaristen diese geistliche Tiefe erreichen und an der päpstlichen Universität Santa Croce eine fundierte Ausbildung erhalten. Jeder ausgebildete Priester wird so, wie es der Papst betont, zu einem lebendigen Träger des Glaubens und zu einem Zeichen der Hoffnung – für die Kirche und für alle Menschen, die auf geistliche Orientierung angewiesen sind.
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In unserer Familie ist Gott jeden Tag präsent. Egal ob wir Essen oder Schlafen gehen. Wenn man wirklich aus tiefstem Herzen seinem Glauben folgt, dann wird man schnell spüren wie wichtig Gott ist.
Keiner kann dir deine Probleme nehmen, aber Gott kann sie erträglicher machen.
Ich spende seit Jahren an die Kirche und besonders für die Ausbildungen von Priestern oder auch in meiner Gemeinde für die Seelsorge.
Manchmal finde ich es traurig, der Staat schmeißt viel Geld für Dinge raus die man nicht nachvollziehen kann.
Aber für oft wichtigere Dinge sind kein Kapazitäten da. Traurige Welt.
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Außerdem schließe all die Menschen, täglich in meine Gebet mit ein.