Israel und die USA starteten am Samstag Raketenangriffe auf den Iran, bei denen nach Berichten beider Regierungen führende Vertreter des iranischen Regimes, darunter der Verteidigungsminister und der Kommandant der Revolutionsgarden, getötet wurden. Die iranische Regierung meldete Explosionen in mehreren Städten und reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf US-Stützpunkte in der Region. Internationale Stimmen, darunter der Ökumenische Kirchenrat und der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, warnten vor einer Spirale der Gewalt und riefen zu Diplomatie, Schutz der Zivilbevölkerung und Gebet auf.
Kirchenrat warnt nach Raketenangriffen auf den Iran vor Eskalation
Israel und die USA führten am Samstag umfassende Militärangriffe auf Ziele im Iran durch. Nach Angaben beider Regierungen handelte es sich um Präventivschläge gegen sicherheitsrelevante Einrichtungen und führende Vertreter des Regimes. Berichten zufolge kamen dabei der iranische Verteidigungsminister und der Kommandant der Revolutionsgarden ums Leben. Teheran meldete Explosionen in mehreren Städten, darunter Teheran, Isfahan und Qom. Der Iran antwortete mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf US-Stützpunkte in Katar, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der Ökumenische Kirchenrat verurteilte die Angriffe Israels und der USA auf den Iran sowie die Vergeltungsschläge Teherans. „Diese Spirale der Gewalt gefährdet Millionen von Zivilisten, untergräbt die regionale und internationale Sicherheit und belastet die ohnehin fragile wirtschaftliche und soziale Stabilität im Nahen Osten“, erklärte Generalsekretär Jerry Pillay am Samstag in Genf.
Militärische Konfrontationen führten weder zu dauerhafter Sicherheit noch zu Frieden, betonte Pillay. Stattdessen steige das Leid und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands mit unvorhersehbaren globalen Folgen. Vor diesem Hintergrund fordert der Kirchenrat die sofortige Einstellung aller militärischen Aktionen, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Wiederaufnahme des diplomatischen Dialogs. „Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, mit Besonnenheit, Verantwortungsbewusstsein und neuem Engagement für friedliche Konfliktbeilegungen zu handeln“, erklärte Pillay.
Christen im Iran unter Repression – Aufruf zum Gebet für Frieden
Von den rund 90 Millionen Iranern gehören nur wenige Hunderttausend dem christlichen Glauben an. Christen, Juden und Zoroastrier wurden bereits in der Verfassung von 1906 als „religiöse Minderheiten“ anerkannt. 1928 erhielten sie eine parlamentarische Vertretung, 1943 zudem Autonomie in zivilrechtlichen Fragen wie Eheschließungen, Scheidungen, Testamenten und Adoptionen.
Die Islamische Republik bestätigt diese Rechte zwar formal, setzt sie jedoch an die Einhaltung islamischer Gesetze gebunden: Lehrpläne werden kontrolliert, Alkohol und Glücksspiel sind verboten, Frauen müssen in der Öffentlichkeit ihre Haare bedecken und auf Kosmetika verzichten. Eine weitere Herausforderung, mit der viele Christen konfrontiert sind, ist die Einordnung als Bürger zweiter Klasse. Das heißt: staatliche Ämter, große Teile der Wirtschaft und sicherheitsrelevante Berufe bleiben Muslimen vorbehalten. Zudem betrachten die Sicherheitsbehörden religiöse Aktivitäten häufig als Bedrohung der nationalen Sicherheit.
Mit Blick auf die Eskalation und die Raketenangriffe auf den Iran rief der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl zu Gebeten für Frieden auf. „Ich bitte alle, um Frieden zu beten“, so der Wiener Erzbischof in einem Statement vom Samstag. Dabei betonte er, dass Hass und Fanatismus „das größte Hindernis für einen gerechten, dauerhaften Frieden im Nahen und Mittleren Osten“ seien und durch Bomben nicht geringer, sondern drohten zu eskalieren. Die Antwort auf die Angriffe, die den Konflikt zu verschärfen drohen, sei aus christlicher Perspektive das Gebet. „Beten wir daher mit aller Kraft und Hoffnung um Wunder in den Herzen aller Verantwortlichen. Und nehmen wir die Ereignisse als ernste Mahnung, ganz konkret in unserer eigenen Umgebung friedfertig zu sein“, so Erzbischof Grünwidl.

Ich kann nicht in Worte fassen wie schwer es mir aktuell fällt Nachrichten zu lesen…. Unfassbar was dort seit gestern passiert.
Meine Gebete sind für die Menschen im Kriegsgebiet.
Wieso muss die Welt so grausam sein.
Verliert euren Glauben nicht. Er trägt euch durch diese Schwere Zeit.
Ich schließe all diese Menschen in mein Nachtgebet ein und hoffe das es irgendwann eine bessere Welt geben kann.
Ganz schlimm was dort gerade los ist.