Glauben

Mariä Geburt: Das Fest der Hoffnung und des neuen Anfangs

Mariä Geburt: Ein Blick auf ein Marienfest, das von alten Überlieferungen, großer Symbolkraft und der Hoffnung auf Christus geprägt ist.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Mariä Geburt: Das Fest der Hoffnung und des neuen Anfangs
(c) Wikimedia Commons - Public domain

Am 8. September feiert die katholische Kirche die Geburt Mariens, der Mutter Jesu. Im Gottesdienst der Kirche werden neben dem Geburtsfest Jesu am 25. Dezember nur die Geburt Johannes’ des Täufers und die Geburt Mariens gefeiert. Beide Feste verweisen ihrerseits auf die Geburt des Erlösers und sind so gesehen adventliche Feiern. Das Fest erinnert nicht nur an die Geburt Mariens, sondern steht zugleich für den Beginn einer neuen Hoffnung. Mit Maria, so die theologische Deutung, beginnt die unmittelbare Vorbereitung auf die Geburt Jesu Christi.

Mariä Geburt: Ein Fest mit langer Tradition

Der Überlieferung zufolge waren Joachim und Anna, die Eltern Mariens und damit die Großeltern Jesu, ein frommes, kinderloses Ehepaar. Nach langem Gebet und Fasten soll ihnen ein Engel die Geburt eines Kindes angekündigt haben. Neun Monate später brachte Anna eine Tochter zur Welt und gab ihr den Namen Maria.

Neben Jesus und Johannes dem Täufer gehört Maria zu den wenigen Heiligen, deren Geburtstag die Kirche feiert. Das Fest Mariä Geburt ist eng mit der Verehrung der heiligen Anna verbunden. Grundlage dafür ist unter anderem das „Protoevangelium des Jakobus“, eine apokryphe Schrift aus dem 2. Jahrhundert, in der Anna als Mutter Mariens und Joachim als ihr Vater genannt werden.

Seinen Ursprung hat das Fest vermutlich im Jerusalem des 5. Jahrhunderts. Dort soll an der Stelle, an der das Geburtshaus Marias vermutet wurde, eine Kirche zu Ehren der heiligen Anna geweiht worden sein. Ab dem 7. Jahrhundert ist die Feier auch in der Westkirche belegt. Papst Sergius I. führte für das Fest eine eigene Prozession ein.

Ein Fest der Hoffnung

Das Fest der Geburt Mariens gehört zu den ältesten Marienfesten der Kirche. Eine biblische Überlieferung über ihre Geburt oder ihre Herkunft gibt es allerdings nicht. Die katholische Tradition stützt sich vor allem auf die apokryphe Schrift des Jakobus aus dem 2. Jahrhundert. Theologisch gilt die Geburt Mariens als wichtiger Schritt in der Heilsgeschichte: Mit ihr beginnt die unmittelbare Vorbereitung auf die Geburt Jesu Christi.

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Heute wird Mariä Geburt am 8. September als Fest der katholischen Kirche mit der liturgischen Farbe Weiß gefeiert. Auch die orthodoxen Kirchen begehen den Tag feierlich. Dort eröffnet das Fest zugleich das neue Kirchenjahr.

Mariä Geburt gehört zu den vier großen Lebensfesten Mariens im Kirchenjahr:

  • Unbefleckte Empfängnis – 8. Dezember
  • Geburt Mariens – 8. September
  • Verkündigung des Herrn – 25. März
  • Aufnahme Mariens in den Himmel – 15. August

Mariä Geburt wird am 8. September gefeiert – genau neun Monate nach dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens am 8. Dezember. In der Liturgie steht Maria als Beginn der Erlösung und als heilige Wohnstatt Gottes im Mittelpunkt.

Doch warum feiert die Kirche überhaupt den Geburtstag Marias? Es geht um mehr als die Erinnerung an ein Ereignis aus längst vergangenen Zeiten. Ihre Geburt gilt als Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs. Maria wird dabei mit dem ersten Morgenlicht verglichen, das den kommenden Tag ankündigt. So wie die Morgendämmerung das Licht des neuen Tages vorwegnimmt, weist Maria auf Christus hin. In der Liturgie der Ostkirche heißt es: „Deine Geburt, o Gottesmutter, brachte Freude der ganzen Welt; denn aus dir ging hervor die Sonne der Gerechtigkeit, Christus unser Gott.“

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Redakteur / Autor bei GodMag.

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