Weihbischof Steinhäuser betont am Pfingstmontag Bedeutung des Glaubens im Alltag
Weihbischof Rolf Steinhäuser hat im Kölner Dom am Pfingstmontag davor gewarnt, religiöse Begeisterung vorschnell mit dem Wirken des Heiligen Geistes gleichzusetzen.

Im Kölner Dom hat Weihbischof Rolf Steinhäuser am Pfingstmontag davor gewarnt, religiöse Begeisterung mit dem Wirken des Heiligen Geistes gleichzusetzen. In seiner Predigt betonte er, dass sich echter Glaube nicht nur in emotionalen Höhepunkten und mitreißender Stimmung zeige, sondern vor allem im Alltag bewähren müsse. Der Geist Gottes wirke oft leise, tröstend und orientierend – nicht durch bloße Massenemotionen, sondern durch ein Leben im Sinne Jesu.
Heiliger Geist wirkt im Alltag
Mit einer eindringlichen Mahnung hat Weihbischof Rolf Steinhäuser am Pfingstmontag im Kölner Dom vor einer Verwechslung von religiöser Begeisterung und dem Wirken des Heiligen Geistes gewarnt. Viele Menschen sehnten sich nach emotionalen Glaubenserfahrungen, nach mitreißender Atmosphäre und guter Stimmung. Doch Begeisterung allein sei noch kein Zeichen für Gottes Geist, betonte der Weihbischof. „Nicht jede Begeisterung hat etwas mit dem Geist Gottes zu tun“, sagte Steinhäuser mit Blick auf historische und gesellschaftliche Beispiele von Massenemotionen.
In seiner Predigt erinnerte Steinhäuser daran, dass sich der Glaube nicht nur in besonderen Momenten, sondern vor allem im Alltag bewähren müsse. Gerade der Pfingstmontag markiere den Übergang vom Fest zurück in das gewöhnliche Leben. „In den großen Stunden ist es leicht zu glauben, im Grau des Alltags ist das erheblich schwerer“, sagte der Weihbischof.
Die Kirche lebe aus der Zusage Jesu, „dass er in seinem Geist bei uns gegenwärtig bleibt, alle Tage bis an das Ende der Welt“. Der Heilige Geist wirke häufig leise, tröstend und ermutigend, manchmal aber auch wie ein Wind, der Menschen aufrüttele und zur Veränderung bewege. Steinhäuser rief die Gläubigen dazu auf, ihren Alltag aus dem Geist Gottes heraus zu gestalten und sich als „geistliche Menschen“ zu verstehen.
Unabhängiger, katholischer Journalismus braucht Sie.
GodMag finanziert sich durch die freiwilligen Beiträge unserer Leser. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, helfen Sie uns bitte mit einer kleinen Spende, um unsere Arbeit fortzusetzen.
Glaube muss sich im Alltag bewähren
Gerade der Pfingstmontag mache deutlich, dass sich der christliche Glaube vor allem im Alltag bewähren müsse, sagte Weihbischof Rolf Steinhäuser in seiner Predigt im Kölner Dom. Der Übergang vom Fest zurück in das gewöhnliche Leben zeige, wie herausfordernd gelebter Glaube sein könne. „In den großen Stunden ist es leicht zu glauben, im Grau des Alltags ist das erheblich schwerer“, betonte Steinhäuser.
Der Heilige Geist wirke dabei nicht immer spektakulär, sondern häufig leise und unscheinbar. Er tröste, ermutige und führe Menschen tiefer in die Wahrheit. Zugleich könne Gottes Geist Menschen auch „wie ein Wind“ aufrütteln und zu Veränderungen bewegen.
Der Weihbischof rief die Gläubigen dazu auf, sich als „geistliche Menschen“ zu verstehen. Durch Taufe und Firmung seien alle Christen dazu berufen, ihr Leben aus dem Geist Gottes heraus zu gestalten und ihren Alltag im Sinne Jesu zu leben.
Dafür brauche es keine Massenbegeisterung oder außergewöhnliche Erfahrungen, sondern Orientierung am Leben Jesu, geistliche Unterscheidungskraft und die Bereitschaft, die Herausforderungen des täglichen Lebens anzunehmen. „Ihr alle seid Geistliche“, sagte Steinhäuser. Dies sei „zugleich Aufforderung und Zusage“.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus Kirche und Gesellschaft direkt in Ihr Postfach.
Völlig kostenlos. Abmeldung jederzeit mit einem Klick möglich.
Kommentare (0)
Kommentare werden geladen...