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Papst bei Besuch der Pfarrei „Sacro Cuore di Gesù“: Ein Zeichen der Hoffnung für Menschen in Not

Am vierten Fastensonntag beendete Papst Leo XIV. mit dem Besuch der Pfarrkirche im römischen Stadtteil Ponte Mammolo seine Reihe von Pfarreibesuchen. Der Stadtteil ist ein von sozialen Herausforderungen und vielfältigen Migrantengemeinschaften geprägtes Arbeiterviertel. Bei seinem Besuch begegnete er Kindern, alten und kranken Menschen sowie Obdachlosen und würdigte das Engagement der Gemeinde für Integration, Solidarität und Hilfe für Menschen in Not. Der Papst hob die Bedeutung der Pfarrei als Ort der Nächstenliebe, Gemeinschaft und Hoffnung hervor, gerade inmitten einer oft von Einsamkeit geprägten Gesellschaft.

„Sacro Cuore di Gesù“: Ort der Hoffnung in Roms Peripherie

Seit dem 22. Februar unternimmt Papst Leo XIV. eine Reihe von Pfarreibesuchen, um eine von seinen Vorgängern begonnene Tradition fortzuführen: den Fokus auf die sozialen Herausforderungen in den oft vernachlässigten Peripherievierteln Roms zu lenken. In seiner letzten Station besuchte er die Pfarrkirche „Sacro Cuore di Gesù“ im römischen Stadtteil Ponte Mammolo. Die Kirche liegt nur wenige Hundert Meter von einer der größten Strafvollzugsanstalten Italiens entfernt – dem Gefängnis Rebibbia, in dem Papst Franziskus beim Heiligen Jahr der Hoffnung noch persönlich eine extra eingerichtete Heilige Pforte geöffnet hatte.

Heute gilt Ponte Mammolo als sozial benachteiligtes Arbeiterviertel mit schwierigen Wohnverhältnissen, in dem viele Migranten aus Asien und Peru leben – letzteres die frühere „zweite Heimat“ von Papst Leo. In diesem multikulturellen Umfeld versteht sich die Pfarrei als Ort der Integration und kreativen pastoralen Arbeit. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Unterstützung von Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind: In zwei von italienischen Ordensfrauen geführten Einrichtungen finden sie Schutz und die Möglichkeit, ihr Selbstwertgefühl und ihre Autonomie wiederzugewinnen.

Nächstenliebe gegen Einsamkeit

Kurz vor 16 Uhr traf Papst Leo XIV. in der Pfarrkirche „Sacro Cuore di Gesù“ ein, wo ihn Kinder, Jugendliche und ihre Familien im Hof des Oratoriums begeistert empfingen. Einige Kinder durften dem Papst persönliche Grüße übermitteln, die er in einer kurzen Ansprache beantwortete. Dabei erinnerte er daran, dass das Heilige Herz Jesu, nach dem die Pfarrei benannt ist, für Gottes unendliche Liebe, Gnade und Barmherzigkeit stehe. Er dankte der Gemeinde für ihre Unterstützung von Menschen in Not – darunter Migranten und Kranke – und bezeichnete die Pfarrei als „lebendiges Zeichen der Hoffnung in einer oft leidenden Welt“.

Im Anschluss nahm sich das Kirchenoberhaupt Zeit für Gespräche mit alten und kranken Menschen sowie mit Armen und Obdachlosen, die von Freiwilligen der Caritas und der Sant’Egidio-Gemeinschaft betreut werden. Mit Blick auf das weitverbreitete Phänomen der Einsamkeit betonte der Papst, dass viele Menschen keinen Ansprechpartner hätten und sich niemanden an ihrer Seite wüssten. Die Pfarrei sei in diesem Kontext „ein von Gott gesegneter Ort“, ein Haus der Gastfreundschaft und Nächstenliebe, in dem Bedürftige wirklich eine Familie finden können.

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