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Kardinal Marx würdigt Papst Leo XIV. zum ersten Jubiläum als „Stimme der ganzen Menschheit“

Ein Jahr nach der Wahl von Papst Leo XIV. hebt Kardinal Reinhard Marx die wachsende weltweite Bedeutung des Pontifikats hervor und würdigt das Kirchenoberhaupt als „Stimme der ganzen Menschheit“. Der Papst handle „ohne nationale und ökonomische Interessen“ und sei als geistliche Autorität unabhängig, sagte der Erzbischof von München und Freising im Münchner Liebfrauendom. Gerade in politisch unruhigen Zeiten werde er zunehmend als moralische Instanz wahrgenommen, die sich konsequent für Frieden, Gerechtigkeit sowie die universale Botschaft von Liebe und Barmherzigkeit einsetzt.

Erstes Jubiläum von Papst Leo XIV.: Mahnung für Frieden

Papst Leo XIV. hat sich nach Worten von Kardinal Reinhard Marx wiederholt klar gegen Krieg und Terror positioniert und zugleich Partei für die Schwächsten ergriffen. Seine Stimme gelte besonders den Armen und Unterdrückten, „die sonst nur wenig Fürsprache“ fänden, betonte Marx. Gerade angesichts globaler Konflikte zeigte er sich dankbar für diese Haltung: In Zeiten, in denen Gewalt von politischen Akteuren „in Kauf genommen oder sogar bewusst eingesetzt“ werde, sei ein solches Engagement von besonderer Bedeutung.

Zugleich räumte Marx ein, die Geschichte des Papsttums sei „immer ein Auf und Ab“ gewesen und habe auch dunkle Kapitel. Umso wichtiger sei es, die Wirkung eines verantwortungsvoll ausgeübten Amtes zu würdigen: Wenn die Aufgabe ernst genommen werde, könne sie „unvergleichlich“ viel in der Welt bewegen. Auch durch die globale mediale Öffentlichkeit sei der Papst heute präsenter denn je – die Rolle des Petrusnachfolgers erscheine „vielleicht sogar sichtbarer geworden als je zuvor in der Geschichte“.

Franziskus nicht vergessen

Kardinal Robert Francis Prevost wurde am 8. Mai 2025 in Rom zum Nachfolger von Papst Franziskus gewählt. Zum Jahrestag dieses Ereignisses begeht die katholische Kirche den sogenannten „Papstsonntag“, der rund um den Wahltag begangen wird. Aus diesem Anlass feierte Kardinal Reinhard Marx am Sonntag um 10 Uhr im Münchner Liebfrauendom einen Gottesdienst, bei dem auch des verstorbenen Papstes Franziskus und seiner zwölfjährigen Amtszeit gedacht wurde.

Marx betonte dabei die Kontinuität im Pontifikat, ohne dass Leo XIV. eine bloße „Kopie seines Vorgängers“ sei. Zugleich stehe er „in einer klaren Linie zu Papst Franziskus“, der die Aufmerksamkeit der Welt konsequent auf „die an den Rand gedrängten Menschen“ gelenkt und sich „unermüdlich für Frieden und Versöhnung“ eingesetzt habe.

Besonders hob der Kardinal Franziskus’ erste Enzyklika Evangelii gaudium hervor, deren Botschaft weiterhin aktuell sei: „Diese Verkündigung ist weiterhin befreiend, großartig.“ Er zeigte sich zudem erfreut darüber, dass Papst Leo XIV. bei der kommenden Kardinalsversammlung im Juni erneut auf diesen Text Bezug nehmen wolle, um die Linie seines Vorgängers fortzuführen. „Dieses Zeugnis ist unvergessen“, so Marx abschließend.

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