Nach erneuten kritischen Äußerungen von Donald Trump betonte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, dass Papst Leo seinen Weg gehe und den Frieden predige. Das katholische Oberhaupt selbst bekräftigte dies und bezeichnete die Verkündigung des Evangeliums sowie den Einsatz für den Frieden als zentrale Aufgabe der Kirche. Bei seiner Rückkehr von Castel Gandolfo in den Vatikan reagierte der Papst auf Vorwürfe aus den USA und zeigte sich zugleich offen für einen konstruktiven Dialog beim bevorstehenden Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan.
Vatikan kontert Kritik aus den USA
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat bei der Jubiläumsfeier zum 70-jährigen Bestehen eines Krankenhauses in Italien, der Casa Sollievo della Sofferenza in San Giovanni Rotondo, bekräftigt, dass der Papst „seinen Weg weitergeht“, indem er „das Evangelium verkündet“ und „den Frieden predigt“. Anlass der Nachfrage waren jüngste kritische Äußerungen von Donald Trump, die von Journalisten als „weiterer Angriff“ auf Papst Leo XIV. gewertet wurden – nur wenige Tage vor dem geplanten Besuch von Marco Rubio im Vatikan.
Am Abend stellte sich Papst Leo XIV. selbst den wartenden Journalisten und bekräftigte diese Linie. „Die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu verkünden, den Frieden zu predigen“, sagte er und wies die Vorwürfe aus den USA zurück. Zugleich stellte er klar: „Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, soll er dies mit der Wahrheit tun.“
Vor Treffen mit US-Außenminister Rubio: Hoffnung auf Vertrauen, Offenheit und Dialog
Vor der päpstlichen Residenz in Castel Gandolfo hat Papst Leo XIV. Fragen von Journalisten aufgegriffen und dabei auch auf Vorwürfe von Donald Trump reagiert. Die Kirche lehne Atomwaffen seit jeher klar ab, stellte er unmissverständlich fest: „Daran besteht also kein Zweifel.“ Damit wies er Behauptungen zurück, er halte es für akzeptabel, dass der Iran über Nuklearwaffen verfüge – ein Vorwurf, mit dem Trump zuletzt erneut Kritik am Papst verbunden hatte.
Zugleich betonte Leo XIV., es gehe ihm vor allem darum, dass seine Botschaft gehört werde: „Ich hoffe einfach, dass man mir wegen des Wertes von Gottes Wort zuhört.“ Diese Linie habe er „bereits vom ersten Moment“ seines Pontifikats an vertreten – mit der zentralen Botschaft: „Friede sei mit euch.“
Mit Blick auf das für den 7. Mai geplante Treffen mit Marco Rubio zeigte sich der Papst zuversichtlich. Er hoffe auf einen „guten Dialog“, der „mit Vertrauen“ und „mit Offenheit“ zu einem besseren gegenseitigen Verständnis führe. Zugleich deutete er an, dass die Gesprächsthemen über die aktuellen Spannungen hinausgingen: „Ich denke, die Themen, wegen denen er kommt, sind nicht die von heute. Mal sehen…“
