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Papst Leo XIV. bei Treffen mit Fluggesellschaften: Flugzeuge müssen „Vektoren des Friedens“ sein

Papst Leo XIV. hat bei einem Treffen mit Vertretern von ITA Airways und der Lufthansa Group im Vatikan die zivile Luftfahrt als Symbol für Dialog und Verständigung gewürdigt und zugleich scharf vor ihrem militärischen Missbrauch gewarnt. Flugzeuge müssten „Vektoren des Friedens“ bleiben, betonte er, und rief angesichts zunehmender Gewalt weltweit zu Waffenstillstand und ernsthaftem Dialog auf.

Flugreisen als Brücken des Dialogs und der Geschwisterlichkeit

Papst Leo XIV. hat am Montag eine Delegation der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways sowie Vertreter der Lufthansa Group im Vatikan empfangen und dabei die besondere Rolle der Airline für die päpstlichen Auslandsreisen gewürdigt. Vor dem Hintergrund der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl – die bis in die Zeit Pauls VI. zurückreicht – dankte das Kirchenoberhaupt insbesondere dem Boden- und Bordpersonal für ihren „kostbaren Dienst“.

In seiner Ansprache hob der Papst hervor, dass er und seine Vorgänger bei Alitalia und heute bei ITA Airways nicht nur auf „qualifizierte Profis“ getroffen seien. Vielmehr erlebe man dort Menschen, die eine „heitere, fast familiäre Atmosphäre“ schafften. Diese sei geprägt von einem Miteinander, „in dem sich Respekt mit Hingabe verbindet“.

In einem theologisch-politischen Exkurs unterstrich das Kirchenoberhaupt die besondere Symbolkraft päpstlicher Flugreisen. Diese seien Ausdruck der Sendung der Nachfolger Petri in der modernen Welt. Auf seinen apostolischen Reisen trete der Papst als „Bote des Friedens“ auf, sagte Leo XIV. Zugleich formulierte er einen Anspruch, der über die Kirche hinausweise: Flugrouten sollten, wie alle Wege, zu „Brücken des Dialogs, der Begegnung und der Geschwisterlichkeit“ werden.

Appell zur Suche nach einer „Lösung für alle“

Mit klaren Worten verurteilte Leo XIV. den militärischen Einsatz der Luftfahrt. Flugzeuge dürften „immer Vektoren des Friedens“ sein und niemals Instrumente des Krieges, mahnte er. Es dürfe keine Angst geben, „dass vom Himmel Drohungen des Todes und der Zerstörung“ kämen. Zugleich zeigte sich der Papst tief erschüttert darüber, dass Luftbombardements trotz der Lehren des 20. Jahrhunderts weiterhin eingesetzt werden. Diese hätten „für immer geächtet werden müssen“, betonte er, seien jedoch nach wie vor Realität. Dass technologischer Fortschritt für kriegerische Zwecke genutzt werde, bezeichnete Leo XIV. als „keinen Fortschritt, sondern als Rückschritt“.

Daran anknüpfend rief Papst Leo XIV. am Dienstag vor Journalisten in Castel Gandolfo zu einem „Waffenstillstand“ und zu verstärktem Dialog auf. Es gelte, „wirklich nach einer Lösung für alle“ zu suchen, betonte er. Zugleich äußerte sich das Kirchenoberhaupt besorgt über die weltweite Entwicklung: Hass nehme zu, die Gewalt eskaliere weiter, und die Zahl der Opfer steige. Vor seiner Rückfahrt nach Rom appellierte der Papst zudem an die Verantwortungsträger, konsequent auf Verhandlungen zu setzen. „Wir wollen für den Frieden beten“, sagte er und forderte, „wirklich im Dialog zu arbeiten, um die Probleme zu lösen“.

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