Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer SCJ, hat sich innerhalb weniger Tage mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu politischen Gesprächen getroffen. Im Mittelpunkt standen aktuelle internationale Krisen, Fragen der Demokratie-Stabilität in Deutschland sowie soziale und gesellschaftspolitische Herausforderungen wie Migration, Sozialreformen und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Beide Seiten betonten dabei die Bedeutung eines vertrauensvollen Austauschs zwischen Staat und Kirche sowie gemeinsame Anstrengungen gegen Extremismus und für das Gemeinwohl.
Antrittsbesuch mit Fokus auf gesellschaftlichen Zusammenhalt
Zu Beginn der Woche hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer SCJ, zunächst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Antrittsbesuch getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die weltweiten Krisenherde, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Ukraine. Darüber hinaus tauschten sich beide über die politische und gesellschaftliche Lage in Deutschland aus und würdigten die Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch die Rolle der Kirchen in der politischen Bildung, etwa in Schulen und Akademien, wurde thematisiert. Zudem wurde der bevorstehende Katholikentag in Würzburg als Gelegenheit hervorgehoben, Kirche und Politik verstärkt in den öffentlichen Dialog zu bringen.
DBK-Vorsitzender Wilmer beim Bundeskanzler: Austausch über Sozialpolitik und kirchliche Themen
Nach dem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag stand für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer SCJ, am Dienstag ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Programm. Nach dem Gespräch mit dem Bundeskanzler betonte Wilmer die Bedeutung des Dialogs: „Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam bewältigen“, erklärte er. Angesichts wachsender gesellschaftlicher Spannungen brauche es „Räume für Dialog und Verständigung“, so Wilmer weiter. Die Kirche wolle hierzu ausdrücklich ihren Beitrag leisten.
Wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilte, habe das Treffen einem „gegenseitigen Austausch zum Thema internationale Konflikte und der Stabilität der Demokratie“ in Deutschland gedient. Dafür sei, so die DBK, „auch weiterhin ein vertrauensvolles Miteinander und ein gemeinwohlorientiertes Handeln in Politik, Gesellschaft und auch der Kirche“ erforderlich. Nur so lasse sich „jeder Form von Extremismus oder einer Unterwanderung der Demokratie Einhalt gebieten“.
Darüber hinaus habe sich das Gespräch am Dienstag auch mit Fragen der Sozialversicherung und möglichen Reformen befasst, wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilte. Ebenso seien „der Wert der Arbeit und Herausforderungen im Bereich der Migration“ thematisiert worden. Bundeskanzler Friedrich Merz habe sich dabei „über Themen der Kirche und der Weltkirche informieren können“, hieß es weiter.
