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Papst Leo XIV. mahnt: Neu anfangen, aber „der Lehre der Kirche treu bleiben“

Vor rund 100.000 Gläubigen rief Papst Leo XIV. bei einer Messe in Kilamba in Angola eindringlich zu Hoffnung, Frieden und gesellschaftlicher Erneuerung auf. Mit Blick auf die von Bürgerkrieg und Spaltung geprägte Geschichte des Landes ermutigte er die Menschen, über Leid und Entmutigung hinauszublicken, neue Zuversicht zu schöpfen und gemeinsam an einer Zukunft ohne Hass, Gewalt und Korruption zu arbeiten.

Aufruf zu Versöhnung und geistlicher Erneuerung

Die Menschen in Angola rief Papst Leo XIV. dazu auf, sich entschlossen für den Aufbau eines neuen gesellschaftlichen Miteinanders einzusetzen. Ziel müsse ein Land sein, „in dem die alten Spaltungen für immer überwunden sind“, in dem „Hass und Gewalt verschwinden“ und die „Plage der Korruption“ durch eine Kultur der Gerechtigkeit und des Teilens ersetzt wird. Nur so könne „eine Zukunft der Hoffnung möglich“ werden – „vor allem für die vielen jungen Menschen“.

Anschließend griff der Papst das Sonntagsevangelium auf und warnte vor den seelischen Folgen langanhaltender Krisen. Wer über lange Zeit von Leid geprägt sei, laufe Gefahr, „die Hoffnung zu verlieren und von Entmutigung gelähmt zu bleiben“. Wie die Jünger von Emmaus gingen viele zwar weiter ihren Weg, seien jedoch innerlich „noch immer in den Ereignissen“ gefangen. Sie sprächen über das Geschehene, jedoch „ohne auf einen Ausweg zu hoffen“ – geprägt von der Unsicherheit derer, „die weder wissen, wie sie neu beginnen sollen, noch ob dies überhaupt möglich ist“.

Papst Leo XIV. unterstrich dabei die zentrale Botschaft des Evangeliums: Christus lebe und begleite die Menschen auch heute auf ihren Wegen durch Leid und Bitterkeit. Er „geht an unserer Seite“, öffne die Augen für sein Wirken und schenke die „Gnade, neu anzufangen und wieder an der Zukunft zu arbeiten“, betonte der Papst. Zugleich verwies Papst Leo XIV. auf die geistlichen Quellen der Hoffnung. Die Gemeinschaft mit Gott wachse vor allem in der persönlichen Beziehung zu ihm – im Gebet, im Hören auf sein Wort, das „das Herz entflammt“, und insbesondere in der Eucharistie. „Hier begegnen wir Gott“, betonte der Papst.

Lehre der Kirche treu bleiben: „Vertraut euren Hirten“

Papst Leo XIV. ermutigte die Gläubigen, „neu anzufangen und wieder an der Zukunft zu arbeiten“. Entscheidend sei dabei, „über den Schmerz hinauszuschauen“ und sich aktiv für ein besseres Morgen einzusetzen. Zugleich warnte er vor Einflüssen magischen oder abergläubischen Denkens auch unter Katholiken. Zwar seien „Formen traditioneller Religiosität“ Teil der kulturellen Wurzeln Angolas, doch seien sie „dem geistlichen Weg nicht förderlich“. Stattdessen rief er dazu auf: „Bleibt den Lehren der Kirche treu, vertraut euren Hirten und richtet euren Blick fest auf Jesus.“

Darüber hinaus hob der Papst die Verantwortung aller Gläubigen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Angola brauche „Bischöfe, Priester, Missionare, Ordensleute, Laien“, die bereit seien, ihr Leben zu teilen und sich „in gegenseitiger Liebe und Vergebung zu engagieren“. Ziel müsse es sein, „Räume der Geschwisterlichkeit und des Friedens zu schaffen“ sowie konkrete „Taten der Barmherzigkeit und Solidarität gegenüber den Bedürftigsten“ zu verwirklichen.

Abschließend blickte er nochmals auf die Eucharistie, die daran erinnere, „dass wir ein Leib und ein Geist sind“. Daraus folge, dass die Menschen auch gemeinsam an einem neuen Angola arbeiten könnten und sollten. Ziel sei ein Land, „in dem die alten Spaltungen für immer überwunden sind“, in dem „Hass und Gewalt verschwinden“ und Korruption durch „eine neue Kultur der Gerechtigkeit und des Teilens“ überwunden werde. Dabei versicherte Leo den Menschen, sie könnten stets „auf die Nähe und das Gebet des Papstes zählen“.

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