Zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen am heutigen Sonntag haben kirchliche Vertreter in Deutschland und Österreich zur Auseinandersetzung mit dem Thema Berufung aufgerufen. Angesichts deutlich sinkender Zahlen an Priesterweihen betonten der Fuldaer Bischof Michael Gerber, der österreichische Weihbischof Hansjörg Hofer sowie weitere Bischöfe die Bedeutung geistlicher Berufungen für Kirche und Gesellschaft. Berufung verstehe sich dabei nicht nur als kirchliches Amt, sondern als allgemeine Einladung, das eigene Leben aus dem Glauben heraus zu gestalten und für andere fruchtbar zu machen.
Von der Liebe tragen lassen
Bischof Michael Gerber hat den Weltgebetstag um geistliche Berufungen als Anlass zum Nachdenken über den eigenen Lebensweg bezeichnet. „Der Weltgebetstag ist für uns alle eine Einladung, innezuhalten und zu fragen: Wo bin ich gerufen, aus der Liebe heraus zu leben? Wo kann mein Leben für andere fruchtbar werden?“, sagte der Fuldaer Bischof. Gerber betonte zudem, der christliche Glaube fordere gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung dazu heraus, die Liebe als zentrale Orientierung des Handelns zu verstehen. „Wer solchermaßen in der Liebe Gottes verwurzelt ist, kann aus dieser Quelle heraus leben und handeln“, so der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Berufung bedeute, sich „von dieser Liebe tragen zu lassen und sie in die Welt zu tragen“. In der heutigen Zeit brauche es Menschen, „die aus dem Glauben heraus Orientierung geben und Hoffnung schenken“, so Gerber weiter.
Auch die österreichischen Bischöfe verwiesen im Vorfeld des Weltgebetstages auf die Bedeutung des Themas. Berufung sei eine Einladung an alle Menschen; Gott wolle jedem ein erfülltes Leben ermöglichen. Wer sich darauf einlasse, werde „nicht ärmer, sondern reicher“, erklärte der Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer, der in der österreichischen Bischofskonferenz für das Thema zuständig ist. Der Weltgebetstag um geistliche Berufungen wird traditionell am vierten Sonntag der Osterzeit, dem sogenannten Sonntag des Guten Hirten, begangen. Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl hob dabei die aktuelle Bedeutung geistlicher Berufungen hervor: „Mittendrin in einer Welt, die dringend Halt sucht, braucht die Welt geistliche Berufungen.“
Papst Leo XIV. betonte zuletzt, dass Berufung kein statisches Ziel sei, sondern ein Weg, der aus dem Dialog mit Gott entstehe. In einer Botschaft rief der Pontifex dazu auf, durch Gebet darauf zu achten, welche Form der Berufung Gott für sie bereithalte.
Helfen Sie mit!
Zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen richten wir unseren Blick besonders auch auf jene Regionen der Welt, in denen das Leben aus dem Glauben heraus mit großen Herausforderungen verbunden ist – sei es aufgrund der Diskriminierung von Gläubigen, Gewalt oder auch Entführungen von Geistlichen.
Und doch gibt es gerade in diesen Ländern mit diesem schwierigen Hintergrund viele junge Männer, die ihre Berufung zum priesterlichen Dienst mit tiefem Vertrauen in Gott leben wollen. Sie möchten das Evangelium verkünden, Hoffnung schenken und den Menschen inmitten von Not und Unsicherheit geistliche Orientierung geben. Häufig scheitert dieser Weg jedoch an fehlenden finanziellen Möglichkeiten für eine umfassende Ausbildung.
Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie diesen mutigen Männern eine fundierte Priesterausbildung an der Päpstlichen Universität Santa Croce. So können sie die geistliche und akademische Tiefe erwerben, die sie für ihren Dienst benötigen. Jeder ausgebildete Priester wird so zu einem lebendigen Zeugen des Glaubens, zu einer Quelle der Hoffnung und zu einem Orientierungspunkt für Menschen, die in einer von Krisen geprägten Welt nach geistlicher Führung suchen.
So können Sie helfen:
- Online-Spende: Schnell, sicher und unkompliziert unter Priesterausbildungshilfe.org
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