StartVaticanHeiligsprechung: Erstmals Heiliger aus Papua-Neuguinea

Heiligsprechung: Erstmals Heiliger aus Papua-Neuguinea

Am 28. März unterzeichnete Papst Franziskus die Dekrete zur Heiligsprechung von Ignatius Choukrallah Maloyan, Pietro To Rot und Maria del Monte Carmelo. Während sich Papst Franziskus in der päpstlichen Residenz Santa Marta seiner Erholung widmet, wies er das Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechung an, die entsprechenden Dekrete zu veröffentlichen. Neben den drei neuen Heiligen wird die katholische Kirche auch einen neuen Seligen und einen neuen Verehrungswürdigen haben.

Heiligsprechung: Die drei neuen Heiligen

1869 wurde Ignatius Choukrallah Maloyan, ein armenischer Erzbischof von Mardin, in der heutigen Türkei geboren. Schon als Jugendlicher trat er ins Kloster ein und erhielt 1896 die Priesterweihe. Als Erzbischof von Mardin galt sein Engagement der Ausbildung des Klerus. Doch nach der von Franz Ferdinand im Jahr 1914 verschärften Situation für die armenisch-stämmige Bevölkerung in der Türkei, verschlechterte sich die Lage dramatisch. Gemeinsam mit 600 weiteren Christen wurde der Erzbischof am 3. Juni 1915 während des Völkermords verhaftet. Weil er seinen Glauben nicht verleugnen wollte, wurde er nur elf Tage später hingerichtet. 2001 sprach ihn Papst Johannes Paul II. selig.

Pietro To Rot aus Papua-Neuguinea ist ein weiterer Märtyrer, der heiliggesprochen wird. 1912 wurde der engagierte Katechet geboren. Als Japan während des Zweiten Weltkriegs Papua-Neuguinea besetzte und die Ausübung des Glaubens verbot, setzte er seinen Glaubensdienst im Geheimen und mit äußerster Vorsicht fort, um die Gläubigen nicht zu gefährden. Ein großer Streitpunkt war die Polygamie. Als Verteidiger des sakramentalen Bundes der Ehe forderte er selbst seinen Bruder heraus. 1945 inhaftierten die japanischen Besatzer den künftigen Heiligen. Während dieser Zeit empfing er Besuch von seiner Mutter und seiner Frau mit seinen drei Kindern. Im Gefängnis wurde er vergiftet und ermordet. 1995 sprach ihn Papst Johannes Paul II. als ersten Papua-Neuguianer selig. Nun wird er auch als erster Heiliger Papua-Neuguineas kanonisiert.

Erste Heilige Venezuelas unter den drei neuen Heiligen

Die dritte der drei neuen Heiligen ist Maria del Monte Carmelo, die mit bürgerlichem Namen Carmen Elena Rendíles Martínez hieß. 1903 wurde sie in Caracas geboren und trat im Alter von 24 Jahren in die Kongregation der Diener Jesu vom Allerheiligsten Sakrament ein. Dort legte sie 1932 ihre ewigen Gelübde ab. Durch ihr Engagement und ihre Führungsqualitäten wurde sie später zur Novizenmeisterin und zur Provinzoberin der Kongregation ernannt. Nach der Spaltung der Kongregation gründete Mutter Carmen die Dienerinnen Jesu und setzte ihr Werk des Dienens und der Liebe fort.

Nach der Spaltung gründete sie die Kongregation der „Dienerinnen Jesu“, die sich mit großem Engagement der Bildung und Armenfürsorge widmete. Ihr vorbildliches Leben sowie das ihr zugeschriebene Wunder, die Heilung einer jungen Frau mit Hydrozephalus, führten 2018 zu ihrer Seligsprechung. Nach ihrer Heiligsprechung wird sie nun neben José Gregorio Hernández als erste Heilige Venezuelas verehrt.

Seliger aus Italien, verehrungswürdiger Priester aus Brasilien

Neben der Heiligsprechung von drei Persönlichkeiten wird auch der italienische Priester Carmelo De Palma seliggesprochen. Geboren 1876 in Bari, widmete er sein Leben der geistlichen Begleitung von Priestern, Nonnen und Gläubigen. Als „Held des Beichtstuhls“ bekannt, erlangte er Ruhm durch seine außergewöhnliche Hingabe an das Sakrament der Versöhnung. Ein ihm zugeschriebenes Wunder – die wundersame Heilung einer Benediktinerin – ebnete den Weg für seine Seligsprechung.

Der brasilianische Priester Giuseppe Antonio Maria Ibiapina wurde als „ehrwürdiger Diener Gottes“ anerkannt. Er war ein sozial engagierter Seelsorger, der sich besonders für die Armen, Kranken und Waisenkinder einsetzte. Während einer Choleraepidemie erlangte er den Ruf eines „Pilgers der Nächstenliebe“. Sein Wirken im 19. Jahrhundert bleibt eine Inspiration für die katholische Gemeinschaft.

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